Donnerstag, 28. Februar 2008

Ancud

Also sind wir am nächsten Tag nach Ancud gefahren, das liegt an der Spitze der Insel, die am nächsten zum Festland liegt. Dort haben wir gleich am Busbahnhof eine Pinguintour buchen können, und sind dann im zweiten Hostel untergekommen (Lena und Robin mussten sich ein Bett teilen). Die Tour war um 3, also hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, und wir sind etwas rumgelaufen, haben versucht eine Wäscherei aufzutreiben (sie hatte aber gerade zu), und haben Mittag gegessen. Es gab - wie sollte es anders sein? - Fleisch und Fisch, und ich habe mir leckeren gegrillten Lachs (dafür ist die Gegend berühmt) geholt und Pommes. Dazu wollte ich was Frisches und habe Gurkensalat genommen, aber die Gurken waren leider total bitter, und das Dressing ist auch nicht so das Wahre (eine Zitrone). Ansonsten aber echt gut. Aber eben wieder Fleisch und Fisch. Der Mann von unserem Hostel war dann echt nett und hilfsbereit und hat unsere Klamotten gewaschen, weil die Wäscherei zu war.
Dann sind wir zur Pinguintour gegangen, die am Busbahnhof losging. Wir sind zu einem etwas entfernten Strand gefahren, und dort hat uns ein Jüngling eine Einführung in die Vögel gegeben, die wir dort sehen würden (er hat das wohl zum ersten Mal gemacht, denn die anderen haben danach Beifall geklatscht). Dann konnten wir Gummistiefel anziehen oder barfuss ins Boot steigen. Ich hab die Gummistiefel gewählt, da ich mich etwas erkältet hatte; Lena und Robin sind barfuß gegangen, aber es war wohl ziemlich kalt! Es gab keinen Steg, und so haben uns die Leute von der Pinguintour ins Meer geschoben, was ziemlich anstrengend aussah. Der Führer war ein dicker, enthusiastischer Typ, der unbedingt sicherstellen wollte, dass wir auch auf jeden Fall die Magellan- und die Humboldtpinguine auseinander halten konnten, die dort beide brüteten. Soweit ich das verstanden habe, haben die Magellanpinguine ein schwarzes Kinn, also zwei schwarze Streifen, während die Humboldtpinguine ein weißes Kinn, also nur einen schwarzen Streifen aufweisen. Oder war es umgekehrt? - Egal. An dem Tag wurde es uns jedenfalls eingebläut, und wir haben es brav gerufen, wenn der Führer uns auf die Probe gestellt hat. Die Pinguine waren sehr süß und haben sich etwas mehr bewegt als auf der ersten Tour. Die sehen soooo süß aus, wenn sie watscheln! Sie hüpfen dann ganz viel, und sehen einfach total unbeholfen aus. Ein Junges haben wir auch gesehen, das grau und viel größer war als die alten. Es war echt schön, aber nicht sonderlich lang. Am Ende der Tour haben wir noch ein "regalito" bekommen, nämlich an einem Aussichtspunkt gehalten, wo man Fotos machen konnte. Im Hintergrund ein schöner Strand.
Wieder daheim angekommen haben wir unsere gewaschenen und trockenen Klamotten wiederbekommen. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben versucht PASTA zu finden. War seeehr schwierig, und irgendwann wären wir fast zu dem ersten Pub zurück, das wir gefunden hatten, und wo es zumindest Pizza gab. Dann sind wir aber kurz davor zufällig über eine gut aussehende Kneipe gestolpert, wo "Steinofenpizza" angepriesen wurde. Retro hieß sie, glaub ich. Dort sind wir rein, und ihr könnt euch nicht unsere Begeisterung vorstellen, als wir auf der Speisekarte Spaghetti & Co. entdeckt haben!! Ich hab Spaghetti Bolognese bestellt, Lena Lasagne und Robin eine Pizza. Dazu gab es einen Cocktail, ich hatte Bahama Mama mit Kokos, Grapefruit (glaub ich), Rum und Kokos. Evtl. noch was. War jedenfalls sehr gut. Auch das Essen war sehr lecker. Um uns rum wurde es immer voller, und wir haben sehr gestaunt, wie sich der (zugegeben sehr schlanke) Kellner um die Tische geschlängelt hat, zwischen denen es so gar keinen Zwischenraum zu geben schien. Am Ende haben wir noch einen Cocktail bestellt, Robin einen Hammerdrink, bei dem der Kellner respektvoll mit den Augenbrauen gewackelt hat, Lena und ich einen Frozen Daiquiri. Wir haben ihn aber nicht ganz fertig geschafft, weil wir - cinderellalike - um Mitternacht zurücksein mussten, da wir keinen Schlüssel hatten. Wir waren auch ganz preussisch pünktlich.

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