Wir sind aus Ancud abgereist, und haben der Herbergsmutter etwas mehr für die gewaschenen Kleider gegeben. Das hat sie sehr überrascht und gefreut.
In Puerto Montt angekommen haben wir uns auf den Weg zur Casa Perla gemacht, da die in unserem Reiseführer so angepriesen wurde. Buchtausch, Internet, etc. - Pustekuchen! Nachdem wir uns mit unseren schweren Rucksäcken die Hänge hochgeschleppt hatten sind wir schließlich dort angekommen. Auch hier sollten sich Lena und Robin ein Bett teilen, und zunächst wollte die Wirtin noch die normalen 7000 jeweils, bis sie schließlich auf 5000 (für die zwei) runtergegangen ist. Im Zimmer stand ein Regal mit vielen alten Büchern, es waren aber nur spanischsprachige und es sah nicht nach Buchtausch aus. Insgesamt voll der Reinfall - die Küche durfte man auch nur zwischen 15 und 20 Uhr benutzen - wie großzügig! (als wir um 6 heimkamen, war sie aber besetzt - der Hausherr gab Spanischunterricht) Das Internet hat auch was gekostet. Wir waren nicht sehr begeistert. Auch der Buchtausch hat sich als winziges Regal mit wenig interessantem Inhalt entpuppt. Wohl ein typischer Fall von in-den-Reiseführer-kaufen!
Wir sind dann ins Zentrum gelaufen, um den Club Aleman zu suchen, denn es gelüstete uns nach deutschen Speisen. Er war ziemlich fernab, und als wir ihn endlich gefunden haben, sind wir ziemlich erschrocken: total schick! Schließlich sind wir doch rein, weil der Robin Gulasch auf der Speisekarte entdeckt hatte und es total gerne essen wollte. Drinnen wurden wir ähnlich wie in Valparaiso von dem Kellner umworben. Lena und ich haben uns für Fleisch an Gorgonzolasoße mit Spätzle entschieden. Es war echt lecker, aber auch teuer.
Hinterher der Schock im Touristenbüro: wir wollten ja, nachdem nun schon Feuerland verworfen war, wenigstens noch ein Stückel weiter in den Süden. Da mußten wir aber mit der Fähre fahren, und die hat um die 70 (?) Dollar gekostet. Obendrein war sie ausgebucht, bis auf mehrere Tage! Die Fähre fährt sowieso nur 2 Monate im Jahr, bis zum 28.Februar wär sie gefahren. Den Rest des Jahres sind die kleinen Städtchen da, obwohl nur knapp unterhalb Puerto Montts, ziemlich abgeschnitten. Muss ein krasses Leben sein. Naja, das war's jedenfalls mit weiter-in-den-Süden-fahren.
Wir haben also beschlossen, am nächsten Tag in den nahegelegenen Nationalpark zu fahren, um Alercen (riesige alte Bäume) zu besichtigen, und danach unser Quartier in Puerto Varas aufzuschlagen, nahegelegen, aber angeblich bedeutend netter. Puerto Montt war nämlich nicht so der Hammer.
Also haben wir uns auf die Suche nach einem Mietauto gemacht, denn wie die nette Dame vom Nationalparkbüro meinte, bräuchte man sonst zwei Tage (der Bus ließ einen knapp 12 Kilometer vor dem günstigen Parkeingang zurück). Wir haben nach einigem Suchen auch ein recht günstiges Mietauto für 22.000 gefunden, das uns der Autotyp deutscher Herkunft auch gleich (um knapp halb 6) überlassen hat. Da wir es schon hatten, haben wir beschlossen, ein Picknick damit zu machen. Wir haben also Brot und Obst gekauft, und als wir den Obsthändler nach einem geeigneten Platz für ein Picknick gefragt haben, hat er nur verständnislos geglotzt ("Ihr wollt euch ins Auto setzen und essen?). Seine Frau hat das Konzept aber verstanden (und sich wohl gewünscht, ER hätte ein wenig mehr Einsicht), und schließlich wurde uns empfohlen, die Küste entlang zu fahren. Haben wir auch gemacht, aber bis zu dem empfohlenen Platz kamen wir nicht - es ging ewig. Nach einer Dreiviertelstunde (ca.) hatten wir genug. Wir haben einfach an der Straße gehalten und uns an den steinigen Strand gesetzt. Dort gab es dann Brötchen mit Lachscreme (aus Castro) und Käse und Tomaten und Melone. Lecker. Wir haben noch eine unerschrockene Badenixe beobachtet und den wunderschönen Sonnenuntergang, dann ging's zurück. Allerhöchste Eisenbahn, ich mußte ziemlich aufs Klo. Haben auf der Rückfahrt vergeblich nach dem Typ Ausschau gehalten, der sein kleines Grundstück mit einer großen Anzahl Dixiklos ausgestattet hatte und die Strandbesucher mit einem Handtuch und einem großen "bano"-Schild erwartet hat.
Donnerstag, 28. Februar 2008
Ancud
Also sind wir am nächsten Tag nach Ancud gefahren, das liegt an der Spitze der Insel, die am nächsten zum Festland liegt. Dort haben wir gleich am Busbahnhof eine Pinguintour buchen können, und sind dann im zweiten Hostel untergekommen (Lena und Robin mussten sich ein Bett teilen). Die Tour war um 3, also hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, und wir sind etwas rumgelaufen, haben versucht eine Wäscherei aufzutreiben (sie hatte aber gerade zu), und haben Mittag gegessen. Es gab - wie sollte es anders sein? - Fleisch und Fisch, und ich habe mir leckeren gegrillten Lachs (dafür ist die Gegend berühmt) geholt und Pommes. Dazu wollte ich was Frisches und habe Gurkensalat genommen, aber die Gurken waren leider total bitter, und das Dressing ist auch nicht so das Wahre (eine Zitrone). Ansonsten aber echt gut. Aber eben wieder Fleisch und Fisch. Der Mann von unserem Hostel war dann echt nett und hilfsbereit und hat unsere Klamotten gewaschen, weil die Wäscherei zu war.
Dann sind wir zur Pinguintour gegangen, die am Busbahnhof losging. Wir sind zu einem etwas entfernten Strand gefahren, und dort hat uns ein Jüngling eine Einführung in die Vögel gegeben, die wir dort sehen würden (er hat das wohl zum ersten Mal gemacht, denn die anderen haben danach Beifall geklatscht). Dann konnten wir Gummistiefel anziehen oder barfuss ins Boot steigen. Ich hab die Gummistiefel gewählt, da ich mich etwas erkältet hatte; Lena und Robin sind barfuß gegangen, aber es war wohl ziemlich kalt! Es gab keinen Steg, und so haben uns die Leute von der Pinguintour ins Meer geschoben, was ziemlich anstrengend aussah. Der Führer war ein dicker, enthusiastischer Typ, der unbedingt sicherstellen wollte, dass wir auch auf jeden Fall die Magellan- und die Humboldtpinguine auseinander halten konnten, die dort beide brüteten. Soweit ich das verstanden habe, haben die Magellanpinguine ein schwarzes Kinn, also zwei schwarze Streifen, während die Humboldtpinguine ein weißes Kinn, also nur einen schwarzen Streifen aufweisen. Oder war es umgekehrt? - Egal. An dem Tag wurde es uns jedenfalls eingebläut, und wir haben es brav gerufen, wenn der Führer uns auf die Probe gestellt hat. Die Pinguine waren sehr süß und haben sich etwas mehr bewegt als auf der ersten Tour. Die sehen soooo süß aus, wenn sie watscheln! Sie hüpfen dann ganz viel, und sehen einfach total unbeholfen aus. Ein Junges haben wir auch gesehen, das grau und viel größer war als die alten. Es war echt schön, aber nicht sonderlich lang. Am Ende der Tour haben wir noch ein "regalito" bekommen, nämlich an einem Aussichtspunkt gehalten, wo man Fotos machen konnte. Im Hintergrund ein schöner Strand.
Wieder daheim angekommen haben wir unsere gewaschenen und trockenen Klamotten wiederbekommen. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben versucht PASTA zu finden. War seeehr schwierig, und irgendwann wären wir fast zu dem ersten Pub zurück, das wir gefunden hatten, und wo es zumindest Pizza gab. Dann sind wir aber kurz davor zufällig über eine gut aussehende Kneipe gestolpert, wo "Steinofenpizza" angepriesen wurde. Retro hieß sie, glaub ich. Dort sind wir rein, und ihr könnt euch nicht unsere Begeisterung vorstellen, als wir auf der Speisekarte Spaghetti & Co. entdeckt haben!! Ich hab Spaghetti Bolognese bestellt, Lena Lasagne und Robin eine Pizza. Dazu gab es einen Cocktail, ich hatte Bahama Mama mit Kokos, Grapefruit (glaub ich), Rum und Kokos. Evtl. noch was. War jedenfalls sehr gut. Auch das Essen war sehr lecker. Um uns rum wurde es immer voller, und wir haben sehr gestaunt, wie sich der (zugegeben sehr schlanke) Kellner um die Tische geschlängelt hat, zwischen denen es so gar keinen Zwischenraum zu geben schien. Am Ende haben wir noch einen Cocktail bestellt, Robin einen Hammerdrink, bei dem der Kellner respektvoll mit den Augenbrauen gewackelt hat, Lena und ich einen Frozen Daiquiri. Wir haben ihn aber nicht ganz fertig geschafft, weil wir - cinderellalike - um Mitternacht zurücksein mussten, da wir keinen Schlüssel hatten. Wir waren auch ganz preussisch pünktlich.
Dann sind wir zur Pinguintour gegangen, die am Busbahnhof losging. Wir sind zu einem etwas entfernten Strand gefahren, und dort hat uns ein Jüngling eine Einführung in die Vögel gegeben, die wir dort sehen würden (er hat das wohl zum ersten Mal gemacht, denn die anderen haben danach Beifall geklatscht). Dann konnten wir Gummistiefel anziehen oder barfuss ins Boot steigen. Ich hab die Gummistiefel gewählt, da ich mich etwas erkältet hatte; Lena und Robin sind barfuß gegangen, aber es war wohl ziemlich kalt! Es gab keinen Steg, und so haben uns die Leute von der Pinguintour ins Meer geschoben, was ziemlich anstrengend aussah. Der Führer war ein dicker, enthusiastischer Typ, der unbedingt sicherstellen wollte, dass wir auch auf jeden Fall die Magellan- und die Humboldtpinguine auseinander halten konnten, die dort beide brüteten. Soweit ich das verstanden habe, haben die Magellanpinguine ein schwarzes Kinn, also zwei schwarze Streifen, während die Humboldtpinguine ein weißes Kinn, also nur einen schwarzen Streifen aufweisen. Oder war es umgekehrt? - Egal. An dem Tag wurde es uns jedenfalls eingebläut, und wir haben es brav gerufen, wenn der Führer uns auf die Probe gestellt hat. Die Pinguine waren sehr süß und haben sich etwas mehr bewegt als auf der ersten Tour. Die sehen soooo süß aus, wenn sie watscheln! Sie hüpfen dann ganz viel, und sehen einfach total unbeholfen aus. Ein Junges haben wir auch gesehen, das grau und viel größer war als die alten. Es war echt schön, aber nicht sonderlich lang. Am Ende der Tour haben wir noch ein "regalito" bekommen, nämlich an einem Aussichtspunkt gehalten, wo man Fotos machen konnte. Im Hintergrund ein schöner Strand.
Wieder daheim angekommen haben wir unsere gewaschenen und trockenen Klamotten wiederbekommen. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben versucht PASTA zu finden. War seeehr schwierig, und irgendwann wären wir fast zu dem ersten Pub zurück, das wir gefunden hatten, und wo es zumindest Pizza gab. Dann sind wir aber kurz davor zufällig über eine gut aussehende Kneipe gestolpert, wo "Steinofenpizza" angepriesen wurde. Retro hieß sie, glaub ich. Dort sind wir rein, und ihr könnt euch nicht unsere Begeisterung vorstellen, als wir auf der Speisekarte Spaghetti & Co. entdeckt haben!! Ich hab Spaghetti Bolognese bestellt, Lena Lasagne und Robin eine Pizza. Dazu gab es einen Cocktail, ich hatte Bahama Mama mit Kokos, Grapefruit (glaub ich), Rum und Kokos. Evtl. noch was. War jedenfalls sehr gut. Auch das Essen war sehr lecker. Um uns rum wurde es immer voller, und wir haben sehr gestaunt, wie sich der (zugegeben sehr schlanke) Kellner um die Tische geschlängelt hat, zwischen denen es so gar keinen Zwischenraum zu geben schien. Am Ende haben wir noch einen Cocktail bestellt, Robin einen Hammerdrink, bei dem der Kellner respektvoll mit den Augenbrauen gewackelt hat, Lena und ich einen Frozen Daiquiri. Wir haben ihn aber nicht ganz fertig geschafft, weil wir - cinderellalike - um Mitternacht zurücksein mussten, da wir keinen Schlüssel hatten. Wir waren auch ganz preussisch pünktlich.
Nationalpark Chiloé
Am nächsten Tag war Sonntag, und zu spät ist uns eingefallen, dass wir da ja garnicht bei den Waletouren anrufen konnten, und das vielleicht noch am Tag zuvor hätten erledigen sollen. Wir haben es zwar probiert, aber entweder die Nummern waren falsch, oder es ging keiner ran. Also sind wir erstmal an den Nationalpark gefahren, der am anderen Ende der Insel, bei Cucao lag. Es war aber die Schmalseite der Insel und so hat die Fahrt nur etwa eine, anderthalb Stunden gedauert. Wir wurden direkt vor dem Park abgesetzt und wären fast umsonst reinmarschiert, weil der Parkwächter nicht an seinem Platz saß, aber dann kam er doch noch an. Es hat aber auch so nur ca. 1000 Pesos gekostet. Wir sind gleich zum Informationshäuschen etwas innerhalb gelaufen, aber auch dort war der Wächter nicht da. Wir haben ihn schließlich auf der Rückseite gefunden, und er hat uns jeweils nur kurze Wege empfehlen können (wir hatten Rückfahrkarten für den Bus um sechs). Wir sind also erstmal losmarschiert, zunächst noch auf recht breiten Wanderwegen. Irgendwann kamen wir auf einen Mirador, d.h. einen Aussichtspunkt, und sind hochgestiegen, um die Aussicht zu bewundern. Was wir aber stattdessen vorgefunden haben, waren wildgewordene Insekten: eklige Bremsen auch noch, die speziell auf Lena und mich geflogen sind und sich einfach nicht verjagen lassen wollten! Wir haben ziemlich gekreischt und sind umhergehüpft, und ein paar vorbeiziehende Engländer meinten milde, die würden uns doch nichts tun. Hatten die eine Ahnung!
Es ging weiter durch die Natur, immer noch recht breite Wanderwege, bis wir an einen kleinen Lehrpfad kamen. Das war dann sehr schön und dschungelartig, es ging auf Holzbrücken/-stegen durch feuchten Regendwald, ganz mosig überall und mit vielen glitzernden Spinnennetzen. Irgendwann sind wir auf ein Café mitten im Nationalpark gestoßen, wo man richtigen Kaffee mit Milch und Kuchen bekommen hat. Leider haben sich dort weitere Bremsen auf uns gestürzt und uns so zugesetzt, dass wir einen hysterischen Anfall nach dem anderen bekommen haben. Robin war ziemlich genervt. Die anderen Gäste haben ungerührt ihr Bier getrunken und den Apfelkuchen gegessen und sich nicht um unsere Hysterie-/Lachtränen gekümmert.
Danach sind wir erstmal aus dem Dorf raus und haben in einem Garten neben der Straße Curanto gegessen, den berühmten chilenischen Muschel-Fleischeintopf. Es war sehr ursprünglich dort, und eine Gruppe Chilenen saß bereits an einem Holztisch und hat das Gleiche gegessen. Ein Chilote hat in einem riesigen Kessel gerührt, der da mitten im Garten kochte, und hat uns dann jeweils eine Portion vorgesetzt: ein Teller mit einem großen gelben Netz. Wo sonst aber Orangen oder Zitronen lagen, war das Curanto: viele viele Miesmuscheln, ein paar andere Muscheln, ein Stück Speck, ein Hühnerflügel, eine würzige Wurst und zwei Kartoffelhälften. Das Ganze war sehr würzig und wurde mit einer Tasse Brühe serviert, den ich zunächst für normalen "jugo" hielt und fast getrunken hatte. Zum Glück hab ich noch rechtzeitig die Hitze bemerkt, und die Fettflecken, die drauf schwammen. Es war echt ganz lecker, aber sehr viel Muschel (wenn auch gute, frische, weiche), und hinterher war irgendwie mein Zahnfleisch geschwollen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt auch gegen Muschel allergisch bin, oder ob sich nur ein Stück Muschelschale irgendwo eingeklemmt hatte, aber auf jeden Fall hatte ich da zum ersten Mal genug von Meeresfrüchten.
Eigentlich wollten wir dann noch ein Boot ausleihen und etwas auf dem See rumpaddeln, was man genau gegenüber konnte, aber das Boot war ausgeliehen, also sind wir zurück zum Nationalpark, um an den Strand zu laufen. Das war etwa eine halbe Stunde Wanderung durch ein sandartiges Gebiet, das irgendwie an die Camargue erinnert hat. Das letzte Stück hat durch eine riesige Kuhweide geführt. In den Dünen angekommen, haben wir das Meer vor uns gesehen - und weitere Kühe, die dort umhergestakst sind und Dünengras gefressen haben. Wir selber haben uns auch in eine Düne gelegt, mit Jacken gegen den Wind gepolstert, und gelesen bzw. das Gesicht in die Sonne gelegt. Das war sehr angenehm, die Sonne hat warm gebrannt, und wie eine Sonnenblume bin ich der Sonne gefolgt. Erst später hat das Gesicht angefangen, zu brennen und zu spannen. Oh oh. Gegen fünf sind wir wieder zurück, auf die Straße, wo wir halbherzig überlegt haben, eine Telefonzelle zu finden und es nochmal bei den Walleuten zu probieren. Da hat ein Bus neben uns gehalten, der selbe, mit dem wir morgens gekommen waren, und der Junge, der schon morgens als Türsteher gearbeitet hatte, ist rausgesprungen und hat uns eingeladen, doch jetzt schon einzusteigen, da sie schon vorher loswollten, da es wohl sehr voll werden würde, oder so. Und auf diese Weise würden wir auch nochmal "aprovechar" und das Meer sehen. Wir sind also eingestiegen und eine Station weitergefahren, bis zu einer großen Brücke, der Endstation. Dort war ein Fluss, der ins Meer gemündet ist, und direkt neben der Straße war gerade eine Veranstaltung im Gange. Eine Menge Chiloten standen im Kreis rum, und in der Mitte war einer, der ins Mikrofon gerufen hat. Dann wurde gesungen und alle haben im Rhythmus geklatscht; sogar aus den Autos, die dort abgestellt waren, haben sich auf einmal Händepaare rausgeschoben und mitgeklatscht. Erst als ganz oft von Jesus gesungen wurde, haben wir gemerkt, dass das ein Gottesdienst unter freiem Himmel war. Es war auf jeden Fall ein sehr eingängiges Lied, das wir noch eine Weile weitergesummt haben. Wir sind ein bißchen rumspaziert und auf den grünen Hügel hinter dem Gottesdienst geklettert. Im Fluß haben ein paar Mädchen gebadet. Es war alles ziemlich friedlich, bis wir über den Parkplatz wieder nach vorne geschlendert sind. Da kam uns ein Bus entgegen, und wir sind nur sehr langsam ausgewichen, so dass auch der Bus einen Schlenker gemacht hat. Und plötzlich festsaß. Das Hinterteil steckte einfach so auf einer Erhebung in dem sandigen Boden. Es sah garnicht schlimm aus, und auch nicht so, als sei das sehr fest, aber der steckte wirklich ganz schön fest. Wir hatten ein bißchen ein schlechtes Gewissen - hätten wohl ein bißchen schneller ausweichen sollen! Aber andererseits muss der Fahrer ja selbst wissen, ob er da so weit nach rechts fährt oder nicht. Jedenfalls war das dann eine ganz schöne Aktion. Es kamen eine ganze Menge Chiloten an und haben begutachtet, sind um den Bus herumgelaufen, haben ein bißchen bei den Rädern gebuddelt (wodurch er noch tiefer sank). Schließlich kam ein zweiter, größerer Bus, und die haben versucht, mit einem Strick den anderen Bus abzuschleppen. Es ging garnicht; der größere Bus hat geschwankt und ist fast umgefallen, und hat außerdem tiefe Löcher in den sandigen Boden gerissen. Auch ein Landrover hat es probiert, aber nichts ausrichten können.
Und in diesem spannenden Moment kam unser Bus und wir mußten einsteigen. Ich hoffe, die konnten den noch befreien! In einem unbeobachteten Moment hab ich noch schnell ein Foto von dem gestrandeten Bus machen.
Wieder in Castro angekommen, hatten wir einen riesigen Hunger, und zwar auf Pasta. Tjaaa ... überall wurde frischer Fisch angeboten, und Meeresfrüchte, oder Fleisch. Schließlich sind wir zu dem italienischen Restaurant mit der schlechten Pizza gegangen, in der Hoffnung, dass die Pasta dort besser wäre. Nun ja! Es gab nur selbstgemachte Pasta, was ja an sich mal nicht schlecht ist. Wir haben also bestellt und gewartet und gewartet. Und gewartet. Das Pärchen neben uns, die schon da waren, als wir kamen, hat auch gewartet. Und sah sehr hungrig und unglücklich aus. Als sie nachgefragt haben, hat der Kellner gemeint, achja, aus Versehen sei ihre Pizza an einen anderen Tisch geliefert worden. Aber es gäbe dann wohl einen descuento. Sie wirkten so, als hätten sie lieber die Pizza statt dem descuento, haben aber nochmal Getränke nachbestellt. Als die auch nicht kamen, sind sie irgendwann gegangen. Die Armen! Wir hätten auch gehen sollen, die Pasta war nämlich echt nur so lala. Meine amatriciana (die der Kellner zur spanischen Aussprache verbessert hat!) haben geschmeckt, als sei das rotes Wasser, und das, obwohl ich ganz viel Salz und scharfes Zeug nachgeschüttet hab!
Achja, einen Versuch, bei den Walanbietern anzurufen, haben wir auch noch gemacht. Irgendwann hab ich schließlich jemanden erreicht, aber der hat mich nicht verstanden, weil um mich rum so viel Straßenlärm war, und wir haben kein Drinnen-Telefon gefunden. Schließlich haben wir beschlossen, es zu lassen, und am nächsten Tag nach Ancud weiterzufahren, wo man Pinguine beobachten kann.
Es ging weiter durch die Natur, immer noch recht breite Wanderwege, bis wir an einen kleinen Lehrpfad kamen. Das war dann sehr schön und dschungelartig, es ging auf Holzbrücken/-stegen durch feuchten Regendwald, ganz mosig überall und mit vielen glitzernden Spinnennetzen. Irgendwann sind wir auf ein Café mitten im Nationalpark gestoßen, wo man richtigen Kaffee mit Milch und Kuchen bekommen hat. Leider haben sich dort weitere Bremsen auf uns gestürzt und uns so zugesetzt, dass wir einen hysterischen Anfall nach dem anderen bekommen haben. Robin war ziemlich genervt. Die anderen Gäste haben ungerührt ihr Bier getrunken und den Apfelkuchen gegessen und sich nicht um unsere Hysterie-/Lachtränen gekümmert.
Danach sind wir erstmal aus dem Dorf raus und haben in einem Garten neben der Straße Curanto gegessen, den berühmten chilenischen Muschel-Fleischeintopf. Es war sehr ursprünglich dort, und eine Gruppe Chilenen saß bereits an einem Holztisch und hat das Gleiche gegessen. Ein Chilote hat in einem riesigen Kessel gerührt, der da mitten im Garten kochte, und hat uns dann jeweils eine Portion vorgesetzt: ein Teller mit einem großen gelben Netz. Wo sonst aber Orangen oder Zitronen lagen, war das Curanto: viele viele Miesmuscheln, ein paar andere Muscheln, ein Stück Speck, ein Hühnerflügel, eine würzige Wurst und zwei Kartoffelhälften. Das Ganze war sehr würzig und wurde mit einer Tasse Brühe serviert, den ich zunächst für normalen "jugo" hielt und fast getrunken hatte. Zum Glück hab ich noch rechtzeitig die Hitze bemerkt, und die Fettflecken, die drauf schwammen. Es war echt ganz lecker, aber sehr viel Muschel (wenn auch gute, frische, weiche), und hinterher war irgendwie mein Zahnfleisch geschwollen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt auch gegen Muschel allergisch bin, oder ob sich nur ein Stück Muschelschale irgendwo eingeklemmt hatte, aber auf jeden Fall hatte ich da zum ersten Mal genug von Meeresfrüchten.
Eigentlich wollten wir dann noch ein Boot ausleihen und etwas auf dem See rumpaddeln, was man genau gegenüber konnte, aber das Boot war ausgeliehen, also sind wir zurück zum Nationalpark, um an den Strand zu laufen. Das war etwa eine halbe Stunde Wanderung durch ein sandartiges Gebiet, das irgendwie an die Camargue erinnert hat. Das letzte Stück hat durch eine riesige Kuhweide geführt. In den Dünen angekommen, haben wir das Meer vor uns gesehen - und weitere Kühe, die dort umhergestakst sind und Dünengras gefressen haben. Wir selber haben uns auch in eine Düne gelegt, mit Jacken gegen den Wind gepolstert, und gelesen bzw. das Gesicht in die Sonne gelegt. Das war sehr angenehm, die Sonne hat warm gebrannt, und wie eine Sonnenblume bin ich der Sonne gefolgt. Erst später hat das Gesicht angefangen, zu brennen und zu spannen. Oh oh. Gegen fünf sind wir wieder zurück, auf die Straße, wo wir halbherzig überlegt haben, eine Telefonzelle zu finden und es nochmal bei den Walleuten zu probieren. Da hat ein Bus neben uns gehalten, der selbe, mit dem wir morgens gekommen waren, und der Junge, der schon morgens als Türsteher gearbeitet hatte, ist rausgesprungen und hat uns eingeladen, doch jetzt schon einzusteigen, da sie schon vorher loswollten, da es wohl sehr voll werden würde, oder so. Und auf diese Weise würden wir auch nochmal "aprovechar" und das Meer sehen. Wir sind also eingestiegen und eine Station weitergefahren, bis zu einer großen Brücke, der Endstation. Dort war ein Fluss, der ins Meer gemündet ist, und direkt neben der Straße war gerade eine Veranstaltung im Gange. Eine Menge Chiloten standen im Kreis rum, und in der Mitte war einer, der ins Mikrofon gerufen hat. Dann wurde gesungen und alle haben im Rhythmus geklatscht; sogar aus den Autos, die dort abgestellt waren, haben sich auf einmal Händepaare rausgeschoben und mitgeklatscht. Erst als ganz oft von Jesus gesungen wurde, haben wir gemerkt, dass das ein Gottesdienst unter freiem Himmel war. Es war auf jeden Fall ein sehr eingängiges Lied, das wir noch eine Weile weitergesummt haben. Wir sind ein bißchen rumspaziert und auf den grünen Hügel hinter dem Gottesdienst geklettert. Im Fluß haben ein paar Mädchen gebadet. Es war alles ziemlich friedlich, bis wir über den Parkplatz wieder nach vorne geschlendert sind. Da kam uns ein Bus entgegen, und wir sind nur sehr langsam ausgewichen, so dass auch der Bus einen Schlenker gemacht hat. Und plötzlich festsaß. Das Hinterteil steckte einfach so auf einer Erhebung in dem sandigen Boden. Es sah garnicht schlimm aus, und auch nicht so, als sei das sehr fest, aber der steckte wirklich ganz schön fest. Wir hatten ein bißchen ein schlechtes Gewissen - hätten wohl ein bißchen schneller ausweichen sollen! Aber andererseits muss der Fahrer ja selbst wissen, ob er da so weit nach rechts fährt oder nicht. Jedenfalls war das dann eine ganz schöne Aktion. Es kamen eine ganze Menge Chiloten an und haben begutachtet, sind um den Bus herumgelaufen, haben ein bißchen bei den Rädern gebuddelt (wodurch er noch tiefer sank). Schließlich kam ein zweiter, größerer Bus, und die haben versucht, mit einem Strick den anderen Bus abzuschleppen. Es ging garnicht; der größere Bus hat geschwankt und ist fast umgefallen, und hat außerdem tiefe Löcher in den sandigen Boden gerissen. Auch ein Landrover hat es probiert, aber nichts ausrichten können.
Und in diesem spannenden Moment kam unser Bus und wir mußten einsteigen. Ich hoffe, die konnten den noch befreien! In einem unbeobachteten Moment hab ich noch schnell ein Foto von dem gestrandeten Bus machen.
Wieder in Castro angekommen, hatten wir einen riesigen Hunger, und zwar auf Pasta. Tjaaa ... überall wurde frischer Fisch angeboten, und Meeresfrüchte, oder Fleisch. Schließlich sind wir zu dem italienischen Restaurant mit der schlechten Pizza gegangen, in der Hoffnung, dass die Pasta dort besser wäre. Nun ja! Es gab nur selbstgemachte Pasta, was ja an sich mal nicht schlecht ist. Wir haben also bestellt und gewartet und gewartet. Und gewartet. Das Pärchen neben uns, die schon da waren, als wir kamen, hat auch gewartet. Und sah sehr hungrig und unglücklich aus. Als sie nachgefragt haben, hat der Kellner gemeint, achja, aus Versehen sei ihre Pizza an einen anderen Tisch geliefert worden. Aber es gäbe dann wohl einen descuento. Sie wirkten so, als hätten sie lieber die Pizza statt dem descuento, haben aber nochmal Getränke nachbestellt. Als die auch nicht kamen, sind sie irgendwann gegangen. Die Armen! Wir hätten auch gehen sollen, die Pasta war nämlich echt nur so lala. Meine amatriciana (die der Kellner zur spanischen Aussprache verbessert hat!) haben geschmeckt, als sei das rotes Wasser, und das, obwohl ich ganz viel Salz und scharfes Zeug nachgeschüttet hab!
Achja, einen Versuch, bei den Walanbietern anzurufen, haben wir auch noch gemacht. Irgendwann hab ich schließlich jemanden erreicht, aber der hat mich nicht verstanden, weil um mich rum so viel Straßenlärm war, und wir haben kein Drinnen-Telefon gefunden. Schließlich haben wir beschlossen, es zu lassen, und am nächsten Tag nach Ancud weiterzufahren, wo man Pinguine beobachten kann.
Kunst und Kultur in Castro
Jaja, das Volksfest von Chiloé! Gemeinsam mit einem Haufen Castroaner saßen wir in einem kleinen, stickig-heißen Bus, der sich so langsam die Hügel hochgequält hat, dass wir mehrmals versucht waren, auszusteigen und zu laufen. Schließlich kamen wir an, haben mil pesos oder so als Eintritt gezahlt, und sind auf die vielen kleinen Zelte zugestapft, aufgeregt um uns schauend. Es war ziemlich nass und regnerisch, und alle waren gut verpackt in Regenjacken, Mützen, etc. Außer uns waren nur Chiloten da, erst gegen Ende haben wir vereinzelt ein paar ausländisch aussehende Besucher gesehen. Der Eingangsbereich war den "Fresstempeln" gewidmet. Hungrig sind wir alle erstmal abgelaufen, konnten uns aber nicht entscheiden. Irgendwie hatten alle das Gleiche! Schließlich haben wir irgendwo haltgemacht und wollten jeder so einen Teller, wie sie viele um uns gegessen hatten: gegrilltes Schwein und dicke, teigige Fladen. Das Schwein war aber alle, und so haben wir nur drei Portionen Fladen bekommen, in einer Plastiktüte. Wir hatten vorher schon gerätselt, was das war, und unsere Vermutung hat sich bestätigt: eine Art Kartoffelbrei, mit so etwas wie Hackfleich eingerieben. Das Ganze wird um ein riesiges Nudelholz geklatscht, das sich über einem kleinen Feuer dreht. Es ist echt ganz lecker, aber unglaublich fettig, und wir haben vielleicht gerade mal eine Portion geschafft (wollten aber auch nicht so viel essen, da wir noch anderes probieren wollten). Dann ging es weiter zu den Handwerksständen, die um eine große, an einem Hang liegende Wiese verteilt waren. Es gab ganz viele Holz- und Stricksachen, und die meisten Händlerinnen haben in ihren Ständen eifrig weitergestrickt. Handschuhe, Socken, Hausschühe, Mützen, Umhänge, Röcke - alles aus Wolle! Besonders schön fanden wir die Mützen, die wir schon an einigen Besuchern gesehen hatten: Zipfelmützen, aber mit richtig langem Zipfel! Es hat auch nicht lange gedauert, bis Lena und ich beide eine hatten (Robin hat sich gesträubt, könnte aber Lenas Mütze vererbt bekommen, da sie ihr zu groß ist). Außerdem gab es Stricknadeln aus Holz, Lachs- und Ajocreme, viele verschiedene Kräuter, Marmeladen, Liköre, Ohrringe, Täschchen, etc. etc.
In der Mitte der Wiese waren ein paar Gehege aufgebaut, in denen z. B. schon geschorrene Schafe zitterten (Lena und ich waren sehr enttäuscht, wir wollten doch gerne scheren!). Nebendran gab es Apfelmost zu kaufen, und unter großem Gelärme und Gelächter konnte man dort mit großen Knüppeln selbst die Äpfel zerschlagen. Wir waren ganz interessiert und haben sogar dem Kommentator ein Zeichen gemacht, dass wir das auch gerne mal machen würden, aber im letzten Moment haben wir doch die Flucht ergriffen ...
Außerdem gab es ein Gespann riesiger Ochsen, das kreischende Leute auf einem Schlitten einmal um den Platz gezogen hat. Sie waren wirklich unglaublich gigantisch groß, und als ich einem von ihnen vorsichtig den Hals tätscheln wollte und er unwillig den Kopf geschüttelt hat, hab ich einen ganz schönen Satz gemacht! Etwas weiter oben gab es noch weitere Tiere: Schweine, Ziegen, Lamas.
Später haben wir noch etwas Wein getrunken und weitere Spezialitäten probiert: Choripan (würzige kleine Würstchen in etwas Brot) und leckere Spieße.
Insgesamt war es sehr nett, aber nicht soooo überwältigend, wie man uns weismachen wollte. Als wir genug gesehen, gekauft, gegessen und getrunken hatten, sind wir wieder heim, aber diesmal zu Fuß, weil es auf der Hinfahrt so stickig war. Wir haben uns erstmal erschöpft auf unsere Betten geknallt und ferngeschaut, aber später hat sich der Hunger doch noch mal gemeldet. An der Ecke zum Plaza de Armas gab es ein Restaurant, das mit "31 Pizzasorten" und "el arte de hacer pizzas" warb. Das klang doch ganz gut! Nach einer Runde Auslosen mußten Robin und ich die Pizza holen und haben uns geschworen, nie wieder mit der Lena zu losen! Die Pizza kam in großen, vielversprechenden Pappschachteln, aber das war auch das einzig Gute an ihr: nicht gut!
In der Mitte der Wiese waren ein paar Gehege aufgebaut, in denen z. B. schon geschorrene Schafe zitterten (Lena und ich waren sehr enttäuscht, wir wollten doch gerne scheren!). Nebendran gab es Apfelmost zu kaufen, und unter großem Gelärme und Gelächter konnte man dort mit großen Knüppeln selbst die Äpfel zerschlagen. Wir waren ganz interessiert und haben sogar dem Kommentator ein Zeichen gemacht, dass wir das auch gerne mal machen würden, aber im letzten Moment haben wir doch die Flucht ergriffen ...
Außerdem gab es ein Gespann riesiger Ochsen, das kreischende Leute auf einem Schlitten einmal um den Platz gezogen hat. Sie waren wirklich unglaublich gigantisch groß, und als ich einem von ihnen vorsichtig den Hals tätscheln wollte und er unwillig den Kopf geschüttelt hat, hab ich einen ganz schönen Satz gemacht! Etwas weiter oben gab es noch weitere Tiere: Schweine, Ziegen, Lamas.
Später haben wir noch etwas Wein getrunken und weitere Spezialitäten probiert: Choripan (würzige kleine Würstchen in etwas Brot) und leckere Spieße.
Insgesamt war es sehr nett, aber nicht soooo überwältigend, wie man uns weismachen wollte. Als wir genug gesehen, gekauft, gegessen und getrunken hatten, sind wir wieder heim, aber diesmal zu Fuß, weil es auf der Hinfahrt so stickig war. Wir haben uns erstmal erschöpft auf unsere Betten geknallt und ferngeschaut, aber später hat sich der Hunger doch noch mal gemeldet. An der Ecke zum Plaza de Armas gab es ein Restaurant, das mit "31 Pizzasorten" und "el arte de hacer pizzas" warb. Das klang doch ganz gut! Nach einer Runde Auslosen mußten Robin und ich die Pizza holen und haben uns geschworen, nie wieder mit der Lena zu losen! Die Pizza kam in großen, vielversprechenden Pappschachteln, aber das war auch das einzig Gute an ihr: nicht gut!
Y und Z sind hier wieder vertauscht!
Wieder auf deutschem Boden! Gestern Abend bin ich angekommen, nach ca. 48h Stunden unterwegs. Hat aber alles ganz gut geklappt: weil restlos alle Busse aus Puerto Varas gen Santiago voll waren, musste ich einen der wenigen Luxusplätze nehmen, die es überhaupt noch gab. Luxuriös war die Reise dann tatsächlich: der Steward, den wir sechs Luxuriösen dann hatten, war höchst aufmerksam, und hat mich diesmal nicht nach meiner Passnummer gefragt sondern nach einer Notfall-Telefonnummer in Chile, die im Falle des Falles benachrichtigt werden könnte. Hatte ich aber nicht, was auch nichts gemacht hat. Er hat uns richtig umsorgt, erst gab es Kopfhörer, um den Film anzuhören, der gerade lief (irgendwas Komisches; später kam Mr.Bean, aber ich hab gelesen). Gleich darauf kam er mit kleinen Becherchen voll Mineralwasser an, etwas später gab es eingeschweißte dicke (Schlaf-)Socken und dann auch noch eine Schlafbrille. Die Stühle waren auch echt gut; man hatte superviel Platz, und es ließ sich eine echte, platte Liegefläche herstellen, auf die dann noch eine Art Isomatte gelegt wurde. Alles in allem der bequemste Bus meines Lebens.
Wir kamen recht pünktlich in Santiago an (7 Uhr morgens) und ich bin erstmal rumgewandert. Hab auch gleich das von Lena und Robin beschriebene Food-Center mit Internetcafé gefunden, aber es war noch alles zu. Habe mich erstmal auf eine Bank gesetzt und den Streuselkuchen rausgeholt, den ich noch in Puerto Varas geholt hatte. Der hatte eine cremige Füllung und sich mittlerweile ziemlich mit dem Papier der Tüte vermischt, aber was ich noch rauskratzen konnte hat lecker geschmeckt. Irgendwann hat das Internetcafé aufgemacht und ich hab dort erstmal eineinhalb Stunden zugebracht, bevor ich an den Flughafen gefahren bin. Dort kam ich gerade zur rechten Zeit an, es war schon eine kleine Schlange bei Swiss, aber noch nicht viele Leute. Die freundliche Check-In-Frau hat mich besorgt informiert, dass sie mein Gepäck leider nur bis Frankfurt, nicht bis Strasbourg durchchecken konnte, hoho. Perfekt.
Der Swiss-Flug hat mir gut gefallen; ganz schöner Luxus, dass da jeder eine eigene Video-Spielanlage vor sich hat. Ich hab erst etwas Wer-wird-Millionär gespielt und dann einen Film angeguckt (Der Jane Austen-Buchclub oder so). Leider sass neben mir ein dicker kleiner Mann, dessen Hosenladen offen war und der, wenn er nicht fürchterlich geschnarcht hat, Unmengen an Alkohol in sich reingekippt hat. Irgendwann hat er auch noch glückselig eine Anzahl leerer Mini-Alk-Flaschen an sich gepresst, die er wohl vom Steward geschenkt gekriegt hatte. Ein Sammler?
In Sao Paulo hatte ich eigentlich zwei, drei Stunden Aufenthalt, aber davon hat man nicht wirklich was gemerkt. Ich musste nämlich nochmal durch so eine Sicherheitssperre durch, und es ging unendlich lange, weil so viele Leute ausgestiegen waren und ich ganz hinten stand. Um mein Aloe-Vera-Gel hab ich auch nochmal Ängste ausgestanden, das hatte ich nämlich ganz unten im Rucksack noch gefunden. Und dabei hatte ich meine kleinen "Flüssigkeitbehältnisse" wie Niveacreme, Deo, etc. noch ordnungsgemäß in den Beutel getan! Sie haben es aber trotz sorgfältigem Durchleuchten weder in Santiago noch in Sao Paulo gesehen. Naja, aber als ich dann endlich durch war, hatte ich gerade noch Zeit, mir die Zähne auf dem Klo zu putzen, als ich schon den Aufruf nach Frankfurt gehört habe.
Der Lufthansaflug war weniger luxuriös, ich hatte den Bildschirm kaum im Blick, aber dafür (ich saß ganz hinten) war ich ganz alleine in der Dreier-Sitzreihe. Irgendwann hat sich ein kleiner dunkelhaariger Mann behaglich auf den Gangplatz gesetzt und sich auch nicht durch meine tödlichen Blicke abhalten lassen (ich hatte mich schon so über die Bewegungsfreiheit und das jederzeit-aufs-Klo-können gefreut!), aber nach dem Essen hat er sich doch wieder verzogen (er saß eigentlich genau vor mir!). Zum Abendessen gab es verheißungsvoll Pasta mit Gemüse (also genau das, nachdem ich mich die ganze Zeit gesehnt hatte!), aber es war äußerst unlecker. Das Frühstück war eine Rolle Rührei (wirklich komische Form) mit einer Wurst (die ich für eine kleine Kartoffel gehalten hatte) und ein paar Scheiben tatsächlicher Kartoffeln.
In Frankfurt sind wir früh angekommen, und ich bin noch etwas rumgehangen, bis mein Bus nach Strasbourg fuhr. Dort sind wir auch zu früh angekommen, so dass ich recht bald im Zug nach Offenburg saß. Karin war nicht am Bahnhof (klar, ich hatte ihr ja gesagt, wir sollten lieber den späteren Zug ausmachen), aber als ich ihr dann vom Telefon am Ausgang eine SMS schicken wollte, hat sie mir lachend auf die Schulter getippt - doch schon da!
Daheim hab ich erstmal meine Mails abgerufen, was ganz schön lange gedauert hat, da alle der letzten 7 Wochen erstmal auf Outlook geladen wurden, und dann bin ich einkaufen gegangen. Zum Abendessen gab es köstlich-bitteren Endivien-Salat und Spaghetti mit Tomatensoße, hm! Dann hab ich geschlafen wie ein Stein.
Jetzt sitze ich hier und habe endlich mal Zeit (und freies Internet!), um den Blog aufzufüllen, daher tu ich das jetzt. Es folgt also, um das Ganze einigermaßen chronologisch zu halten, das landwirtschaftliche Fest auf Chiloé, das wir am Samstag, den 16. (wenn mich nicht alles täuscht) besucht haben ...
Wir kamen recht pünktlich in Santiago an (7 Uhr morgens) und ich bin erstmal rumgewandert. Hab auch gleich das von Lena und Robin beschriebene Food-Center mit Internetcafé gefunden, aber es war noch alles zu. Habe mich erstmal auf eine Bank gesetzt und den Streuselkuchen rausgeholt, den ich noch in Puerto Varas geholt hatte. Der hatte eine cremige Füllung und sich mittlerweile ziemlich mit dem Papier der Tüte vermischt, aber was ich noch rauskratzen konnte hat lecker geschmeckt. Irgendwann hat das Internetcafé aufgemacht und ich hab dort erstmal eineinhalb Stunden zugebracht, bevor ich an den Flughafen gefahren bin. Dort kam ich gerade zur rechten Zeit an, es war schon eine kleine Schlange bei Swiss, aber noch nicht viele Leute. Die freundliche Check-In-Frau hat mich besorgt informiert, dass sie mein Gepäck leider nur bis Frankfurt, nicht bis Strasbourg durchchecken konnte, hoho. Perfekt.
Der Swiss-Flug hat mir gut gefallen; ganz schöner Luxus, dass da jeder eine eigene Video-Spielanlage vor sich hat. Ich hab erst etwas Wer-wird-Millionär gespielt und dann einen Film angeguckt (Der Jane Austen-Buchclub oder so). Leider sass neben mir ein dicker kleiner Mann, dessen Hosenladen offen war und der, wenn er nicht fürchterlich geschnarcht hat, Unmengen an Alkohol in sich reingekippt hat. Irgendwann hat er auch noch glückselig eine Anzahl leerer Mini-Alk-Flaschen an sich gepresst, die er wohl vom Steward geschenkt gekriegt hatte. Ein Sammler?
In Sao Paulo hatte ich eigentlich zwei, drei Stunden Aufenthalt, aber davon hat man nicht wirklich was gemerkt. Ich musste nämlich nochmal durch so eine Sicherheitssperre durch, und es ging unendlich lange, weil so viele Leute ausgestiegen waren und ich ganz hinten stand. Um mein Aloe-Vera-Gel hab ich auch nochmal Ängste ausgestanden, das hatte ich nämlich ganz unten im Rucksack noch gefunden. Und dabei hatte ich meine kleinen "Flüssigkeitbehältnisse" wie Niveacreme, Deo, etc. noch ordnungsgemäß in den Beutel getan! Sie haben es aber trotz sorgfältigem Durchleuchten weder in Santiago noch in Sao Paulo gesehen. Naja, aber als ich dann endlich durch war, hatte ich gerade noch Zeit, mir die Zähne auf dem Klo zu putzen, als ich schon den Aufruf nach Frankfurt gehört habe.
Der Lufthansaflug war weniger luxuriös, ich hatte den Bildschirm kaum im Blick, aber dafür (ich saß ganz hinten) war ich ganz alleine in der Dreier-Sitzreihe. Irgendwann hat sich ein kleiner dunkelhaariger Mann behaglich auf den Gangplatz gesetzt und sich auch nicht durch meine tödlichen Blicke abhalten lassen (ich hatte mich schon so über die Bewegungsfreiheit und das jederzeit-aufs-Klo-können gefreut!), aber nach dem Essen hat er sich doch wieder verzogen (er saß eigentlich genau vor mir!). Zum Abendessen gab es verheißungsvoll Pasta mit Gemüse (also genau das, nachdem ich mich die ganze Zeit gesehnt hatte!), aber es war äußerst unlecker. Das Frühstück war eine Rolle Rührei (wirklich komische Form) mit einer Wurst (die ich für eine kleine Kartoffel gehalten hatte) und ein paar Scheiben tatsächlicher Kartoffeln.
In Frankfurt sind wir früh angekommen, und ich bin noch etwas rumgehangen, bis mein Bus nach Strasbourg fuhr. Dort sind wir auch zu früh angekommen, so dass ich recht bald im Zug nach Offenburg saß. Karin war nicht am Bahnhof (klar, ich hatte ihr ja gesagt, wir sollten lieber den späteren Zug ausmachen), aber als ich ihr dann vom Telefon am Ausgang eine SMS schicken wollte, hat sie mir lachend auf die Schulter getippt - doch schon da!
Daheim hab ich erstmal meine Mails abgerufen, was ganz schön lange gedauert hat, da alle der letzten 7 Wochen erstmal auf Outlook geladen wurden, und dann bin ich einkaufen gegangen. Zum Abendessen gab es köstlich-bitteren Endivien-Salat und Spaghetti mit Tomatensoße, hm! Dann hab ich geschlafen wie ein Stein.
Jetzt sitze ich hier und habe endlich mal Zeit (und freies Internet!), um den Blog aufzufüllen, daher tu ich das jetzt. Es folgt also, um das Ganze einigermaßen chronologisch zu halten, das landwirtschaftliche Fest auf Chiloé, das wir am Samstag, den 16. (wenn mich nicht alles täuscht) besucht haben ...
Sonntag, 24. Februar 2008
Buhuuu
Liebe Freunde,
der Abschied draeut. Es ist der letzte Abend. Wir haben zwar morgen nochmal den ganzen Tag vor uns, weil ich erst den Nachtbus nehmen muss, aber trotzdem ... - kaltes Deutschland ... Arbeitssuche ... kalte Realitaet ... - versprecht ihr mir einen warmen Empfang?
Mittwoch irgendwann bin ich wieder in deutschen Landen und werde dann den Blog auffuellen mit den ganzen Abenteuern, die wir gehabt haben ... abseilen von 40 Meter Hoehe ... auf einem Gummifloss ueber wild bewegten Fluss ... fischige und fleischige Menues ... riesige Alercen ... etc. etcf.
der Abschied draeut. Es ist der letzte Abend. Wir haben zwar morgen nochmal den ganzen Tag vor uns, weil ich erst den Nachtbus nehmen muss, aber trotzdem ... - kaltes Deutschland ... Arbeitssuche ... kalte Realitaet ... - versprecht ihr mir einen warmen Empfang?
Mittwoch irgendwann bin ich wieder in deutschen Landen und werde dann den Blog auffuellen mit den ganzen Abenteuern, die wir gehabt haben ... abseilen von 40 Meter Hoehe ... auf einem Gummifloss ueber wild bewegten Fluss ... fischige und fleischige Menues ... riesige Alercen ... etc. etcf.
Donnerstag, 21. Februar 2008
Konsumwahn
Hola a todos,
sind mittlerweile in einem Hostel in Puerto Varas angekommen, das ganz nett ist, aber alles etwas dicht aufeinander (Kueche - Aufenthaltsraum - unser Zimmer; papierduenne Waende). Vielleicht gucken wir heute nochmal ein anderes an, eine Empfehlung von Nora. Selbstgebackenes Brot zum Fruehstueck, hm! - Aber erstmal wollen wir ein paar Touren buchen, Rafting zumindest mal. Dann noch ein bisschen nach artesania gucken (es ist unglaublich, kaum sieht man ein Schild mit artesania, moechte man ploetzlich konsumieren, konsumieren, konsumieren; moeglichst einen ganzen Batzen "urspruenglicher" Klamotten und Tassen und Halsketten und Bildern anhaeufen) und dann nach Frutillar, was ein typisch deutsches Dorf hier am Seeufer sein soll.
Gestern gab es eine Mondfinsternis, sehr beeindruckend, da fast Vollmond, und die Mondfinsternis war eine komplette!
Damit wir jetzt mal etwas in die Gaenge kommen, gibt es erst spaeter einen Bericht zu Chiloe und unserem gestrigen Ausflug, auf dem wir riesige alte Alercen (Baeume) gesehen haben und, fast noch wichtiger, die suessesten Hundebabies der Welt!!
sind mittlerweile in einem Hostel in Puerto Varas angekommen, das ganz nett ist, aber alles etwas dicht aufeinander (Kueche - Aufenthaltsraum - unser Zimmer; papierduenne Waende). Vielleicht gucken wir heute nochmal ein anderes an, eine Empfehlung von Nora. Selbstgebackenes Brot zum Fruehstueck, hm! - Aber erstmal wollen wir ein paar Touren buchen, Rafting zumindest mal. Dann noch ein bisschen nach artesania gucken (es ist unglaublich, kaum sieht man ein Schild mit artesania, moechte man ploetzlich konsumieren, konsumieren, konsumieren; moeglichst einen ganzen Batzen "urspruenglicher" Klamotten und Tassen und Halsketten und Bildern anhaeufen) und dann nach Frutillar, was ein typisch deutsches Dorf hier am Seeufer sein soll.
Gestern gab es eine Mondfinsternis, sehr beeindruckend, da fast Vollmond, und die Mondfinsternis war eine komplette!
Damit wir jetzt mal etwas in die Gaenge kommen, gibt es erst spaeter einen Bericht zu Chiloe und unserem gestrigen Ausflug, auf dem wir riesige alte Alercen (Baeume) gesehen haben und, fast noch wichtiger, die suessesten Hundebabies der Welt!!
Dienstag, 19. Februar 2008
Fleisch und Fisch!!
Fleisch und Fisch, Fleisch und Fisch!! So allmaehlich kommt mir das kulinarische Angebot hier zu den Ohren raus. Fleisch und Fisch ist ja mal ganz gut, aber jetzt reicht es allmaehlich. Was ist aus dem guten alten Gemuese geworden? Spaghetti al dente mit Gemuese zum Beispiel? - Es ist hier seeehr schwierig, gerade in der Gegend um Puerto Montt, wo wir gerade sind, was anderes zu bekommen als Fleisch oder Fisch oder Meeresfruechte. Sehr schwierig.
So, eigentlich wollte ich hier noch einen langen Blogeintrag anhaengen zu Chiloé usw., aber das Internet ist hier ziemlich teuer. Darum also morgen oder so mehr.
So, eigentlich wollte ich hier noch einen langen Blogeintrag anhaengen zu Chiloé usw., aber das Internet ist hier ziemlich teuer. Darum also morgen oder so mehr.
Samstag, 16. Februar 2008
Inselgruesse
Liebe Freunde und Kollegen,
wir sind auf Chiloé angekommen, der kleinen gruenen Insel bei Puerto Montt, von der ausnahmslos jeder Chilene schwaermt. Jetzt mal gucken, ob sie haelt, was sie versprachen!
Gestern Abend hat das Inseldasein nicht wirklich gut begonnen; wir kamen naemlich ganz knapp zu spaet (Bus hatte Verspaetung), und die Uebernachtungsgelegenheit, die Sonia uns verschafft hatte, war schon fort. Dabei handelt es sich naemlich um eine Jazzband, die zur Eroeffnung der grossen Fiesta, die hier dieses Wochenende stattfindet, spielen sollte. Und dafuer sind sie eben schon nachmittags losgefahren (die Fiesta findet etwas ausserhalb statt). Also sind wir in einer abenteuerlichen Spelunke untergekommen, ganz oben auf dem Berg. Wir sind dann losgezogen, um Essen zu kaufen, aber es war wie verhext: die meisten Supermaerkte hatten kein Gemuese, und als wir uns schliesslich entschlossen hatten, dann eben eine Tomatensahnewodkasosse zu machen, mussten wir ewig suchen, bis wir eine kleine Flasche Wodka gefunden haben. Wieder daheim angekommen, hat sich herausgestellt, dass wir keine Zwiebeln mehr und nur noch wenig Knoblauch hatten (essentielle Ingredienten). Also bin ich nochmal losgezogen, aber in dem ersten Supermarkt hab ich keinen Knoblauch gefunden und nur ein Netz mit Schalotten. Ich hab die also mitgenommen und wir haben sie verarbeitet, nur um festzustellen, dass es keine Schalotten waren: es stand ajo drauf, und sie haben auch etwas nach Knoblauch geschmeckt, waren aber auch irgendwie wie Kartoffeln (und eben so gross wie grosse Schalotten). Sie sind sofort grauenhaft bitter geworden. Also sind wir nochmal losgezogen, aber in allen Geschaeften war nur diese komische Sorte Knoblauch zu bekommen, nicht der normale. Er heisst ajo de sol oder so. Schliesslich hab ich welchen gefunden, zwar auch den Sonnen-Knoblauch, aber in einer normaleren Groesse. Zwiebeln haben wir auch bekommen, aber sie haben sich merkwuerdig verhalten: sie haben unglaubliche Mengen Wasser produziert und haben (zumindest leicht) nach Fenchel geschmeckt. Iiih. Letzten Endes haben wir aber doch ein Essen zustande gekriegt, das sogar recht lecker war. Haben dann noch viel ferngeschaut; die Leichen sind nur so gepurzelt, und ich wollte nicht mehr am Fenster schlafen. Ging aber dann doch alles irgendwie, auch wenn die Nacht recht laut war: staendig sind Leute in die Kueche (direkt neben uns) gekommen und haben sich lecker riechende Steaks gebraten, das Licht im Hof (=in meinem Fenster) an- und ausgemacht und froehlich gegroehlt und gesungen. Trotzdem sind wir jetzt einigermassen ausgeschlafen und guter Dinge.
Werden nachher mal auf diese Feria gehen und den Leuten beim Wollespinnen, Schuhe herstellen, etc. zugucken und leckeres Essen in uns reinstopfen. Hm!
wir sind auf Chiloé angekommen, der kleinen gruenen Insel bei Puerto Montt, von der ausnahmslos jeder Chilene schwaermt. Jetzt mal gucken, ob sie haelt, was sie versprachen!
Gestern Abend hat das Inseldasein nicht wirklich gut begonnen; wir kamen naemlich ganz knapp zu spaet (Bus hatte Verspaetung), und die Uebernachtungsgelegenheit, die Sonia uns verschafft hatte, war schon fort. Dabei handelt es sich naemlich um eine Jazzband, die zur Eroeffnung der grossen Fiesta, die hier dieses Wochenende stattfindet, spielen sollte. Und dafuer sind sie eben schon nachmittags losgefahren (die Fiesta findet etwas ausserhalb statt). Also sind wir in einer abenteuerlichen Spelunke untergekommen, ganz oben auf dem Berg. Wir sind dann losgezogen, um Essen zu kaufen, aber es war wie verhext: die meisten Supermaerkte hatten kein Gemuese, und als wir uns schliesslich entschlossen hatten, dann eben eine Tomatensahnewodkasosse zu machen, mussten wir ewig suchen, bis wir eine kleine Flasche Wodka gefunden haben. Wieder daheim angekommen, hat sich herausgestellt, dass wir keine Zwiebeln mehr und nur noch wenig Knoblauch hatten (essentielle Ingredienten). Also bin ich nochmal losgezogen, aber in dem ersten Supermarkt hab ich keinen Knoblauch gefunden und nur ein Netz mit Schalotten. Ich hab die also mitgenommen und wir haben sie verarbeitet, nur um festzustellen, dass es keine Schalotten waren: es stand ajo drauf, und sie haben auch etwas nach Knoblauch geschmeckt, waren aber auch irgendwie wie Kartoffeln (und eben so gross wie grosse Schalotten). Sie sind sofort grauenhaft bitter geworden. Also sind wir nochmal losgezogen, aber in allen Geschaeften war nur diese komische Sorte Knoblauch zu bekommen, nicht der normale. Er heisst ajo de sol oder so. Schliesslich hab ich welchen gefunden, zwar auch den Sonnen-Knoblauch, aber in einer normaleren Groesse. Zwiebeln haben wir auch bekommen, aber sie haben sich merkwuerdig verhalten: sie haben unglaubliche Mengen Wasser produziert und haben (zumindest leicht) nach Fenchel geschmeckt. Iiih. Letzten Endes haben wir aber doch ein Essen zustande gekriegt, das sogar recht lecker war. Haben dann noch viel ferngeschaut; die Leichen sind nur so gepurzelt, und ich wollte nicht mehr am Fenster schlafen. Ging aber dann doch alles irgendwie, auch wenn die Nacht recht laut war: staendig sind Leute in die Kueche (direkt neben uns) gekommen und haben sich lecker riechende Steaks gebraten, das Licht im Hof (=in meinem Fenster) an- und ausgemacht und froehlich gegroehlt und gesungen. Trotzdem sind wir jetzt einigermassen ausgeschlafen und guter Dinge.
Werden nachher mal auf diese Feria gehen und den Leuten beim Wollespinnen, Schuhe herstellen, etc. zugucken und leckeres Essen in uns reinstopfen. Hm!
Mittwoch, 13. Februar 2008
Olfaktorisches Grauen
Gestern sind wir dann von Santiago nach Concepción gefahren. Die gute Nachricht ist, dass unsere Wurstfinger sofort wieder auf ihre zierliche Pianistengroesse ;-) abgeschwollen sind, sobald wir die Stadt hinter uns gelassen haben. Die schlechte Nachricht (wenigstens fuer uns, gestern), dass der Bus nicht nur unverhaeltnismaessig teuer war, sondern wir auch noch die Plaetze direkt vor dem Klo bekommen haben, dessen Chemikalien laut dem Schaffner bzw. Busbegleiter nicht mehr so recht funktioniert haben. Das kannste laut sagen! Zunaechst mal sind erstmal saemtliche Kinder des Busses aufs Klo gerannt und haben hinterher mit ihren unkoordinierten Pinkelfingern auf meinem Schopf rumgetatscht, weil mein Sitz wirklich direkt vor der Klotuer war. Und dann kam halt immer so eine penetrante Wolke Uringeruch rausgestoben. Als sich Leute ein paar Reihen vornedran (!) beschwert haben, kam der Schaffner mit einer grossen Dose schwerem suessem Raumduft und hat grosszuegig die hintere Haelfte des Busses benebelt. Da sass man dann in einer Wolke eklig-suessem Duft, bis sich langsam der Uringeruch wieder durchgearbeitet hat ... - das war KEINE gute Busfahrt! Ich war froh, als wir endlich angekommen waren.
Wir sind direkt zu Lenas und Robins alter WG gefahren, wo uns Sonia erwartet hat und froh war, ihre chaotischen "niños" wiederzusehen. Es gab ein bisschen arroz con pollo, dann sind wir einkaufen gegangen und haben Spagetti gemacht, mjam. Spaeter gab es Sonias Spezial-Pisco Sour, naemlich als Eisdrink. Sehr lecker und erfrischend. Noch spaeter wurden ganz viele tolle Panoramafotos von einem Franzosen angeschaut, der gerade die Welt bereist, und es war sehr spaet, als wir mueden Reisenden schliesslich zwischen die Laken gekrochen sind. Dafuer haben wir heute ewig geschlafen :-).
Jetzt sind wir gerade in der Stadt und haben, nachdem wir in einem Fluggesellschaftsbuero waren und eine weitere aerolinea per internet ausgecheckt haben, den Plan mit Feuerland verworfen. Hoert sich schon sehr cool an (und wer moechte nicht mal in der suedlichsten Stadt der Welt gewesen sein!), aber lohnt sich kaum, einmal zeitlich und dann preislich. Hier ist halt auch gerade Haupt-Urlaubszeit.
Dafuer wollen wir uns fuer die Insel Chiloe etwas mehr Zeit nehmen, von der alle Chilenen so schwaermen. Anscheinend kann man da Kajaktouren zu den verstreuten Inselchen machen, Wale und Pinguine beobachten, etc. Ausserdem ist dieses Wochenende da ein grosses Festival, das sehr schoen sein soll. Bin mal gespannt.
Wir sind direkt zu Lenas und Robins alter WG gefahren, wo uns Sonia erwartet hat und froh war, ihre chaotischen "niños" wiederzusehen. Es gab ein bisschen arroz con pollo, dann sind wir einkaufen gegangen und haben Spagetti gemacht, mjam. Spaeter gab es Sonias Spezial-Pisco Sour, naemlich als Eisdrink. Sehr lecker und erfrischend. Noch spaeter wurden ganz viele tolle Panoramafotos von einem Franzosen angeschaut, der gerade die Welt bereist, und es war sehr spaet, als wir mueden Reisenden schliesslich zwischen die Laken gekrochen sind. Dafuer haben wir heute ewig geschlafen :-).
Jetzt sind wir gerade in der Stadt und haben, nachdem wir in einem Fluggesellschaftsbuero waren und eine weitere aerolinea per internet ausgecheckt haben, den Plan mit Feuerland verworfen. Hoert sich schon sehr cool an (und wer moechte nicht mal in der suedlichsten Stadt der Welt gewesen sein!), aber lohnt sich kaum, einmal zeitlich und dann preislich. Hier ist halt auch gerade Haupt-Urlaubszeit.
Dafuer wollen wir uns fuer die Insel Chiloe etwas mehr Zeit nehmen, von der alle Chilenen so schwaermen. Anscheinend kann man da Kajaktouren zu den verstreuten Inselchen machen, Wale und Pinguine beobachten, etc. Ausserdem ist dieses Wochenende da ein grosses Festival, das sehr schoen sein soll. Bin mal gespannt.
Montag, 11. Februar 2008
Im Wein liegt der Stolperschritt
Guten Abend zusammen,
wir haben heute im sogenannten schoensten Viertel von Santiago diniert (Bellavista, laut Reise KnowHow), aber das Abendessen war nicht so vielversprechend, wie es der Aperitif versprach (Pisco Sour mal anders - mit Aji, also scharfem Peperonizeug, echt lecker). Wir waren im "Off the Record", wo schon Pablo Neruda (dessen Haus in Santiago heute, am Montag, geschlossen war) gerne war. Leider hat uns die Kellnerin noch vor dem Essen Rotwein und Bier ueber die gesamte Kleidung gekippt (jedenfalls Robin und mir). Mist, ausgerechnet Rotwein. Und das bei meinem Lieblingsrock. Hoffentlich hilft Rei.
Auch ansonsten war das Essen nicht sooo super, calamares en su tinta wurden in einer Sahnesosse serviert, und von der Tinte war keine Spur zu sehen. Seltsam.
Santiago war, zusammengefasst, interessant, aber seeehr anstrengend, und nicht gut fuer den Durchmesser unserer Finger. Darum ganz gut, dass es morgen schon weitergeht, nach Concepcion, wo wir in Lenas alter WG uebernachten und vielleicht an den Strand, vielleicht zu einem Kunsthandwerkermarkt gehen wollen. Danach zur Insel Chiloe, wo ausnahmslos jeder Chilene davon schwaermt! Hurra.
wir haben heute im sogenannten schoensten Viertel von Santiago diniert (Bellavista, laut Reise KnowHow), aber das Abendessen war nicht so vielversprechend, wie es der Aperitif versprach (Pisco Sour mal anders - mit Aji, also scharfem Peperonizeug, echt lecker). Wir waren im "Off the Record", wo schon Pablo Neruda (dessen Haus in Santiago heute, am Montag, geschlossen war) gerne war. Leider hat uns die Kellnerin noch vor dem Essen Rotwein und Bier ueber die gesamte Kleidung gekippt (jedenfalls Robin und mir). Mist, ausgerechnet Rotwein. Und das bei meinem Lieblingsrock. Hoffentlich hilft Rei.
Auch ansonsten war das Essen nicht sooo super, calamares en su tinta wurden in einer Sahnesosse serviert, und von der Tinte war keine Spur zu sehen. Seltsam.
Santiago war, zusammengefasst, interessant, aber seeehr anstrengend, und nicht gut fuer den Durchmesser unserer Finger. Darum ganz gut, dass es morgen schon weitergeht, nach Concepcion, wo wir in Lenas alter WG uebernachten und vielleicht an den Strand, vielleicht zu einem Kunsthandwerkermarkt gehen wollen. Danach zur Insel Chiloe, wo ausnahmslos jeder Chilene davon schwaermt! Hurra.
Mjamm mjamm
Liebe Freunde,
heute will ich euch vom Essen in Chile berichten.
Eins vorweg: dafuer, dass das ganze Land praktisch nur aus Kueste besteht, haben sie nicht so viel Geschick, leckere Fisch- und Meeresfruechtegerichte zu fabrizieren.
Dabei haben die so leckere Rohstoffe! Die Avocado z.B., die hier nicht aguacate, sondern palta heisst, ist hervorragend. Wir machen uns fast jeden Tag eine Creme zum Fruehstueck, mjam. Ausserdem steh ich ja so auf das Manjar (andernorts dulce de leche), so eine richtig dicke, klebrige Karamellcreme, die sich auf Volkorntoast besonders gut macht. (Unnoetig zu sagen, dass meine Costa-Rica-Virus-Diaet wieder vollends zunichte gemacht wurde)
Ansonsten gibt es hier noch "completos", scheinbar sehr typische, aber nicht unbedingt lecker klingende Hot Dogs mit Sauerkraut und viel Mayonaise. Mayo wird hier uebrigens viel drangeschmiert, sie wird auch in riesigen Mengen verkauft. Es wundert mich, dass nicht alle Chilenen wandelnde Faesschen sind! Es soll hier noch sehr leckere Wuerstchen geben, aber bisher konnte ich meine Zaehne noch nicht reinschlagen.
In Andennaehe wird viel Coca-Tee getrunken, bzw. Cocablaetter gekaut, um der Hoehenkrankheit entgegenzuwirken. Das sind tatsaechlich die Blaetter von der Pflanze, von der auch Kokain hergestellt wird. Schmeckt aber ganz lecker!
Kaffee wird hier viel getrunken, aber leider kein normaler, sondern fast immer Nescafe-Pulver. Dazu kommt dann noch jede Menge Zucker - den konsumieren die Leute hier genauso gerne wie in Costa Rica! Hauptsache suess. Milch ist hier selten zu bekommen, eher mal Milchpulver (natuerlich gesuesst); Vollmilch gibt es sogar nur in der H-Variante!
Wein gibt es hier wirklich sehr guten, viele alte Rebsorten, die andernorts von der Reblaus vernichtet wurden, gibt es hier noch. Besonders lecker (und chilenisch) ist Carmenere. Ausserdem gibt's hier noch Pisco Sour, kennen vielleicht einige von euch, Traubenschnaps mit Zitrone und Zucker, manchmal Eiweiss. Sehr erfrischend und sueffig. Ich werde versuchen, zu dem Rum aus Costa Rica noch einen Pisco in den Rucksack zu schmuggeln.
heute will ich euch vom Essen in Chile berichten.
Eins vorweg: dafuer, dass das ganze Land praktisch nur aus Kueste besteht, haben sie nicht so viel Geschick, leckere Fisch- und Meeresfruechtegerichte zu fabrizieren.
Dabei haben die so leckere Rohstoffe! Die Avocado z.B., die hier nicht aguacate, sondern palta heisst, ist hervorragend. Wir machen uns fast jeden Tag eine Creme zum Fruehstueck, mjam. Ausserdem steh ich ja so auf das Manjar (andernorts dulce de leche), so eine richtig dicke, klebrige Karamellcreme, die sich auf Volkorntoast besonders gut macht. (Unnoetig zu sagen, dass meine Costa-Rica-Virus-Diaet wieder vollends zunichte gemacht wurde)
Ansonsten gibt es hier noch "completos", scheinbar sehr typische, aber nicht unbedingt lecker klingende Hot Dogs mit Sauerkraut und viel Mayonaise. Mayo wird hier uebrigens viel drangeschmiert, sie wird auch in riesigen Mengen verkauft. Es wundert mich, dass nicht alle Chilenen wandelnde Faesschen sind! Es soll hier noch sehr leckere Wuerstchen geben, aber bisher konnte ich meine Zaehne noch nicht reinschlagen.
In Andennaehe wird viel Coca-Tee getrunken, bzw. Cocablaetter gekaut, um der Hoehenkrankheit entgegenzuwirken. Das sind tatsaechlich die Blaetter von der Pflanze, von der auch Kokain hergestellt wird. Schmeckt aber ganz lecker!
Kaffee wird hier viel getrunken, aber leider kein normaler, sondern fast immer Nescafe-Pulver. Dazu kommt dann noch jede Menge Zucker - den konsumieren die Leute hier genauso gerne wie in Costa Rica! Hauptsache suess. Milch ist hier selten zu bekommen, eher mal Milchpulver (natuerlich gesuesst); Vollmilch gibt es sogar nur in der H-Variante!
Wein gibt es hier wirklich sehr guten, viele alte Rebsorten, die andernorts von der Reblaus vernichtet wurden, gibt es hier noch. Besonders lecker (und chilenisch) ist Carmenere. Ausserdem gibt's hier noch Pisco Sour, kennen vielleicht einige von euch, Traubenschnaps mit Zitrone und Zucker, manchmal Eiweiss. Sehr erfrischend und sueffig. Ich werde versuchen, zu dem Rum aus Costa Rica noch einen Pisco in den Rucksack zu schmuggeln.
Sonntag, 10. Februar 2008
Dicke Dinger, aeh, Finger
Heute waren wir den ganzen Tag (naja, ab mittags, bis spaet abends) in Santiago unterwegs, puh, anstrengend. Ausserdem waren alle Pubs und Kneipen und Restaurants im Stadtteil Bellavista geschlossen (Sonntag halt!). Irgendwo sind wir aber auf einen Flohmarkt gestossen, der immer alternativer wurde. Die Tueten wurden gedreht, das Gras ausgepackt ... - und spaeter am Abend kamen ganz viele Trommler, Jongleure, Capoeiraleute, Akrobaten, etc. - War echt sehr spannend!
Irgendwann waren wir voll fertig und haben gemerkt, dass unsere Finger ganz dick geworden sind - wahrscheinlich nicht genug getrunken, oder zu heiss (es war unglaublich heiss!). Die Stadt ist auch total stickig, voll die Smogglocke. Aber schon spannend.
Morgen wollen wir nochmal in die Stadt und gucken, ob wir guenstige Flugtickets gen Sueden bekommen, und auch Bustickets, weil wir nur nach Punta Arenas fliegen koennten, und dann nochmal ca. 20h mit dem Bus fahren muessten, um nach Feuerland zu kommen. Hoffentlich klappts!
Morgen mehr an dieser Stelle.
Irgendwann waren wir voll fertig und haben gemerkt, dass unsere Finger ganz dick geworden sind - wahrscheinlich nicht genug getrunken, oder zu heiss (es war unglaublich heiss!). Die Stadt ist auch total stickig, voll die Smogglocke. Aber schon spannend.
Morgen wollen wir nochmal in die Stadt und gucken, ob wir guenstige Flugtickets gen Sueden bekommen, und auch Bustickets, weil wir nur nach Punta Arenas fliegen koennten, und dann nochmal ca. 20h mit dem Bus fahren muessten, um nach Feuerland zu kommen. Hoffentlich klappts!
Morgen mehr an dieser Stelle.
Samstag, 9. Februar 2008
Tischlein deck dich II
Achja, was ich noch vergessen hatte zu erzaehlen: vor unseren lukullischen (Ueber-)genuessen sind wir in einem sogenannten Social Club von Vicuna gelandet, in dem wir zu essen gedachten ... - es war eine schlechte Entscheidung!! Uns wurde waermstens das "Zicklein" als Spezialitaet des Hauses empfohlen, aber es war nicht so richtig lecker ... eher ziemlich gut in Fett eingepackt ... - aber das war nicht das Schlimmste! Nachdem wir die ersten Bissen gemacht hatten, hab ich einen Metzgermeister gesehen, der mit weisser Schuerze und blutigem Leichnam froehlich ins Restaurant marschiert ist und zwei tote Ziegen abgeliefert hat. Ich hab geschluckt und gedacht, gut, ich hab es zwar den anderen gesagt, aber es war zu spaet, dass sie es gesehen haben (Schrecksekunde), das glaubt mir keiner! - Alas, ich haette mir keine Gedanken zu machen brauchen: der gute Geselle kam noch 9, 10mal wieder, jedesmal mit einer toten Ziege (jeweils) in der Hand. Hat er so durchs Lokal getragen, nach draussen, wo irgendwann ein lautes Saegegeraeusch zu hoeren war. Und etwas spaeter wurde ein riesiger Sack mit kopfartigem Inhalt durchs Lokal geschleift ... - es war alles ziemlich gruselig und eklig, und ich bin mir garnicht sicher, dass das ueberhaupt so gruselig und eklig rueberkommt, wie es gewesen ist. Seid versichert: es war AEUSSERST gruselig und ekelig!
Tischlein deck dich
Liebe Leute, wir sind in Santiago angekommen. Hier hat sich Robin's Harem ziemlich dezimiert: Mama und Karin sind zurueckgeflogen, und wir haben im Hostal de Sammy eingecheckt, wo so ziemlich alles gratis ist: Kuechenbenutzung, Fahrraeder, Internet, Fruehstueck, Tee, Kaffee, Barbecue, Kickern, Billard, etc.
Bei letzterem haben wir uns gerade unglaublich blamiert, nicht mal bei meinem ersten Billardspiel hab ich so schlecht gespielt, und ich habe sehr die Baerbel herbeigewuenscht, besonders als die Leute angefangen haben, bloede zu gucken - aber die haben sich die Lena und Robin beim Kickern vorgenommen, da sind sie naemlich echt gut, und sie konnten einige Grinsen aus dem Gesicht wischen ...
Bis 12. bleiben wir noch da, dann geht es weiter nach Concepci'on, Isla Chiloe, ein Akazien(/)-wald, und evtl. Feuerland! Hurra!
Die letzten Tage in Valparaiso waren echt nett. So eine bunte Stadt voller knarriger Aufzuege, aus denen wir immer heil rauskamen! Wir hatten zwei herausragende Essens-Erlebnisse (zu dem Essen hier will ich uebrigens sowieso noch mal was schreiben, irgendwann): am ersten Abend sind wir in ein Restaurant gegangen, das uns von unserem Hostel-Vater empfohlen wurde, und es war SO gut!! Fuer die erste Stunde waren wir allerdings auch alleine da, und so war die gesamte Aufmerksamkeit des (aufmerksam
en) Personals auf uns gerichtet!! Es war sehr anstrengend! Die Aufgabe, den Wein fuer gut zu befinden, wurde zwischen Robin und mir hin- und hergeschoben, aber ich habe gewonnen und er musste ihn verkosten! Wir waren allerdings echt erschlagen von der Aufmerksamkeit, die kamen staendig und haben neues Brot gebracht (und das alte halbgegessene weggebracht) und neue Zitronen und uns nachgeschenkt. Es hat nur noch gefehlt, dass sie uns das Essen in bissgerechte Happen geschnitten haetten!
Es war auch superlecker dort, aber wir hatten uns uebernommen, weil wir eine Antipastoplatte bestellt hatten, und drei Salate, und dann jeder ein Hauptgericht. Es war SUPERlecker, aber viel zu viel. Wir sind mit vollen Baeuchen ins Bett gegangen.
Am naechsten Tag sind wir durch das
bunte Valparaiso gelaufen und viele knarrige Aufzuege hoch und runtergefahren, die so klangen, als gaeben sie gleich ihren Geist auf. Wir waren auch im Haus von Pablo Neruda, was ueberlaufen, aber nett war! Nachmittags haben wir wieder Hunger bekommen und wollten eigentlich nur so was wie ein Fischbroetchen essen, weil wir da am Hafen waren. Wir sind am Fischmarkt angekommen, und lauter Touristenfaenger haben uns versucht, in zwielichte Spelunken zu locken. Trotzig sind wir in ein anderes Fischrestaurant gegangen und haben wieder viel zu viel bestellt: Meeresfruechtesuppe und Fisch, unter anderm. Von der Suppe konnten wir gerade mal 2 cm. abessen ... - wir waren jedenfalls richtig schoen voll.
Inzwischen hoffen wir, gelaeutert zu sein und nur noch wenig zu bestellen. Hoffentlich.
So, jetzt hoere ich mal auf. Am Computer nebendran baggert ein Typ die amerikanische Hostel-Angestellte dermassen an, dass ich gerne seinen Speichel sammeln und nach San Pedro schicken wuerde (immerhin ist das dort die trockenste Wueste der Welt!)
Bei letzterem haben wir uns gerade unglaublich blamiert, nicht mal bei meinem ersten Billardspiel hab ich so schlecht gespielt, und ich habe sehr die Baerbel herbeigewuenscht, besonders als die Leute angefangen haben, bloede zu gucken - aber die haben sich die Lena und Robin beim Kickern vorgenommen, da sind sie naemlich echt gut, und sie konnten einige Grinsen aus dem Gesicht wischen ...
Bis 12. bleiben wir noch da, dann geht es weiter nach Concepci'on, Isla Chiloe, ein Akazien(/)-wald, und evtl. Feuerland! Hurra!
Die letzten Tage in Valparaiso waren echt nett. So eine bunte Stadt voller knarriger Aufzuege, aus denen wir immer heil rauskamen! Wir hatten zwei herausragende Essens-Erlebnisse (zu dem Essen hier will ich uebrigens sowieso noch mal was schreiben, irgendwann): am ersten Abend sind wir in ein Restaurant gegangen, das uns von unserem Hostel-Vater empfohlen wurde, und es war SO gut!! Fuer die erste Stunde waren wir allerdings auch alleine da, und so war die gesamte Aufmerksamkeit des (aufmerksam
Es war auch superlecker dort, aber wir hatten uns uebernommen, weil wir eine Antipastoplatte bestellt hatten, und drei Salate, und dann jeder ein Hauptgericht. Es war SUPERlecker, aber viel zu viel. Wir sind mit vollen Baeuchen ins Bett gegangen.
Am naechsten Tag sind wir durch das
Inzwischen hoffen wir, gelaeutert zu sein und nur noch wenig zu bestellen. Hoffentlich.
So, jetzt hoere ich mal auf. Am Computer nebendran baggert ein Typ die amerikanische Hostel-Angestellte dermassen an, dass ich gerne seinen Speichel sammeln und nach San Pedro schicken wuerde (immerhin ist das dort die trockenste Wueste der Welt!)
Mittwoch, 6. Februar 2008
Vicuña
Liebe Freunde und Kollegen,
sind in La Serena, von wo aus wir heute einen Ausflug ins Elqui-Tal machen. Im Moment sind wir in Vicuña, einem kleinen Staedtchen, wollen aber gleich weiter - eine Pisco-Destillerie besuchen, und dann noch reiten, spaeter dann in ein Sterne-Observatorium, hurra!
Hier ist es echt mal total heiss, und wir haben uns gut mit Sonnencreme eingeschmiert.
Wir wohnen uebrigens sehr genial in La Serena; irgendwas hatten die im Hostel mit der Zimmerbestellung durcheinandergebracht, und es war voll, aber so sind wir dann bei dem Bruder oder Sohn von der Chefin untergekommen - in seinem eigenen Appartment, sehr bequem! Er selber ist fast nie da. Kochen kann man da auch, und gemuetlich in einem kleinen Innenhof sitzen. Da haben wir schon den koestlichen chilenischen Wein verkostet ...
Morgen geht es weiter nach Valparaiso, da soll es ganz urige alte Aufzuege geben, die vom Strand in die in den Berg hineingebaute Stadt fuehren. Samstag fahren Mama und Karin dann schon wieder heim, d.h. ab da sind wir dann erstmal in Santiago. Dann wollen wir einen Zwischenstopp in Concepcion machen, bei Lena und Robins alter WG, und dann weiter gen Sueden, v.a. Chiloe, eine Insel, wo man anscheinend Wale beobachten kann.
A propos Wale, gestern wa
Sodele, muss mich dann mal auf
Wuensch euch was, bis die Tage,
LG
eure Hanna
PS: Achja, die Fotos sind uebrigens total durcheinander - was unter "Atacama-Wueste" steht, gehoert eigentlich nach Cahuita bzw. Manuel Antonio"... - die Totenkopfaeffchen sind aber suess, oder?
Freitag, 1. Februar 2008
Atacama-Wueste




Hallo ihr Lieben,
viele Gruesse aus der Atacama-Wueste! Nach langen Fluegen und Zwischenstopps sind wir gestern Abend endlich in Calama gelandet (das ich immer Camala genannt habe, meine Lernleidenspartner wissen warum!). Es gab Probleme mit dem e-Ticket, ich wussts ja immer!!
Jetzt ist aber alles gut, und wir haben den Morgen damit verbracht, Tours zu buchen, und den Nachtbus fuer Sonntagnachmittag (15h nach La Serena). Heute nachmittag gehts z.B. zu Salzseen, in denen wir "floaten" werden, morgen frueh zu den Geysiren, und morgen nachmittag ins Valle de la Luna und de la Muerte, hu. Volle Tage!
Es ist warm, aber nicht zu heiss (Lena und Robin meinen, das sei ungewoehnlich kuehles Wetter - aber gut zum Eingewoehnen fuer die, die direkt aus dem schnee- und kaeltegebeutelten Deutschland kommen ...)
So, heute nur ganz wenig, alle sitzen schon draussen und warten auf mich, dabei hab ich nur zwei dringende Mails geschrieben! Sonntagfrueh wollte die Mama auf jeden Fall in ein Museum, vielleicht komm ich dann nochmal her, und evtl. sogar mit meinen Foto-CDs, so dass ich endlich mal etwas Fotos reinstellen kann!!
Macht es alle gut, lasst es euch gutgehen, ich schick euch ein bisschen Wuestensonne!
viele Gruesse aus der Atacama-Wueste! Nach langen Fluegen und Zwischenstopps sind wir gestern Abend endlich in Calama gelandet (das ich immer Camala genannt habe, meine Lernleidenspartner wissen warum!). Es gab Probleme mit dem e-Ticket, ich wussts ja immer!!
Jetzt ist aber alles gut, und wir haben den Morgen damit verbracht, Tours zu buchen, und den Nachtbus fuer Sonntagnachmittag (15h nach La Serena). Heute nachmittag gehts z.B. zu Salzseen, in denen wir "floaten" werden, morgen frueh zu den Geysiren, und morgen nachmittag ins Valle de la Luna und de la Muerte, hu. Volle Tage!
Es ist warm, aber nicht zu heiss (Lena und Robin meinen, das sei ungewoehnlich kuehles Wetter - aber gut zum Eingewoehnen fuer die, die direkt aus dem schnee- und kaeltegebeutelten Deutschland kommen ...)
So, heute nur ganz wenig, alle sitzen schon draussen und warten auf mich, dabei hab ich nur zwei dringende Mails geschrieben! Sonntagfrueh wollte die Mama auf jeden Fall in ein Museum, vielleicht komm ich dann nochmal her, und evtl. sogar mit meinen Foto-CDs, so dass ich endlich mal etwas Fotos reinstellen kann!!
Macht es alle gut, lasst es euch gutgehen, ich schick euch ein bisschen Wuestensonne!
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