Wir sind aus Ancud abgereist, und haben der Herbergsmutter etwas mehr für die gewaschenen Kleider gegeben. Das hat sie sehr überrascht und gefreut.
In Puerto Montt angekommen haben wir uns auf den Weg zur Casa Perla gemacht, da die in unserem Reiseführer so angepriesen wurde. Buchtausch, Internet, etc. - Pustekuchen! Nachdem wir uns mit unseren schweren Rucksäcken die Hänge hochgeschleppt hatten sind wir schließlich dort angekommen. Auch hier sollten sich Lena und Robin ein Bett teilen, und zunächst wollte die Wirtin noch die normalen 7000 jeweils, bis sie schließlich auf 5000 (für die zwei) runtergegangen ist. Im Zimmer stand ein Regal mit vielen alten Büchern, es waren aber nur spanischsprachige und es sah nicht nach Buchtausch aus. Insgesamt voll der Reinfall - die Küche durfte man auch nur zwischen 15 und 20 Uhr benutzen - wie großzügig! (als wir um 6 heimkamen, war sie aber besetzt - der Hausherr gab Spanischunterricht) Das Internet hat auch was gekostet. Wir waren nicht sehr begeistert. Auch der Buchtausch hat sich als winziges Regal mit wenig interessantem Inhalt entpuppt. Wohl ein typischer Fall von in-den-Reiseführer-kaufen!
Wir sind dann ins Zentrum gelaufen, um den Club Aleman zu suchen, denn es gelüstete uns nach deutschen Speisen. Er war ziemlich fernab, und als wir ihn endlich gefunden haben, sind wir ziemlich erschrocken: total schick! Schließlich sind wir doch rein, weil der Robin Gulasch auf der Speisekarte entdeckt hatte und es total gerne essen wollte. Drinnen wurden wir ähnlich wie in Valparaiso von dem Kellner umworben. Lena und ich haben uns für Fleisch an Gorgonzolasoße mit Spätzle entschieden. Es war echt lecker, aber auch teuer.
Hinterher der Schock im Touristenbüro: wir wollten ja, nachdem nun schon Feuerland verworfen war, wenigstens noch ein Stückel weiter in den Süden. Da mußten wir aber mit der Fähre fahren, und die hat um die 70 (?) Dollar gekostet. Obendrein war sie ausgebucht, bis auf mehrere Tage! Die Fähre fährt sowieso nur 2 Monate im Jahr, bis zum 28.Februar wär sie gefahren. Den Rest des Jahres sind die kleinen Städtchen da, obwohl nur knapp unterhalb Puerto Montts, ziemlich abgeschnitten. Muss ein krasses Leben sein. Naja, das war's jedenfalls mit weiter-in-den-Süden-fahren.
Wir haben also beschlossen, am nächsten Tag in den nahegelegenen Nationalpark zu fahren, um Alercen (riesige alte Bäume) zu besichtigen, und danach unser Quartier in Puerto Varas aufzuschlagen, nahegelegen, aber angeblich bedeutend netter. Puerto Montt war nämlich nicht so der Hammer.
Also haben wir uns auf die Suche nach einem Mietauto gemacht, denn wie die nette Dame vom Nationalparkbüro meinte, bräuchte man sonst zwei Tage (der Bus ließ einen knapp 12 Kilometer vor dem günstigen Parkeingang zurück). Wir haben nach einigem Suchen auch ein recht günstiges Mietauto für 22.000 gefunden, das uns der Autotyp deutscher Herkunft auch gleich (um knapp halb 6) überlassen hat. Da wir es schon hatten, haben wir beschlossen, ein Picknick damit zu machen. Wir haben also Brot und Obst gekauft, und als wir den Obsthändler nach einem geeigneten Platz für ein Picknick gefragt haben, hat er nur verständnislos geglotzt ("Ihr wollt euch ins Auto setzen und essen?). Seine Frau hat das Konzept aber verstanden (und sich wohl gewünscht, ER hätte ein wenig mehr Einsicht), und schließlich wurde uns empfohlen, die Küste entlang zu fahren. Haben wir auch gemacht, aber bis zu dem empfohlenen Platz kamen wir nicht - es ging ewig. Nach einer Dreiviertelstunde (ca.) hatten wir genug. Wir haben einfach an der Straße gehalten und uns an den steinigen Strand gesetzt. Dort gab es dann Brötchen mit Lachscreme (aus Castro) und Käse und Tomaten und Melone. Lecker. Wir haben noch eine unerschrockene Badenixe beobachtet und den wunderschönen Sonnenuntergang, dann ging's zurück. Allerhöchste Eisenbahn, ich mußte ziemlich aufs Klo. Haben auf der Rückfahrt vergeblich nach dem Typ Ausschau gehalten, der sein kleines Grundstück mit einer großen Anzahl Dixiklos ausgestattet hatte und die Strandbesucher mit einem Handtuch und einem großen "bano"-Schild erwartet hat.
Donnerstag, 28. Februar 2008
Ancud
Also sind wir am nächsten Tag nach Ancud gefahren, das liegt an der Spitze der Insel, die am nächsten zum Festland liegt. Dort haben wir gleich am Busbahnhof eine Pinguintour buchen können, und sind dann im zweiten Hostel untergekommen (Lena und Robin mussten sich ein Bett teilen). Die Tour war um 3, also hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, und wir sind etwas rumgelaufen, haben versucht eine Wäscherei aufzutreiben (sie hatte aber gerade zu), und haben Mittag gegessen. Es gab - wie sollte es anders sein? - Fleisch und Fisch, und ich habe mir leckeren gegrillten Lachs (dafür ist die Gegend berühmt) geholt und Pommes. Dazu wollte ich was Frisches und habe Gurkensalat genommen, aber die Gurken waren leider total bitter, und das Dressing ist auch nicht so das Wahre (eine Zitrone). Ansonsten aber echt gut. Aber eben wieder Fleisch und Fisch. Der Mann von unserem Hostel war dann echt nett und hilfsbereit und hat unsere Klamotten gewaschen, weil die Wäscherei zu war.
Dann sind wir zur Pinguintour gegangen, die am Busbahnhof losging. Wir sind zu einem etwas entfernten Strand gefahren, und dort hat uns ein Jüngling eine Einführung in die Vögel gegeben, die wir dort sehen würden (er hat das wohl zum ersten Mal gemacht, denn die anderen haben danach Beifall geklatscht). Dann konnten wir Gummistiefel anziehen oder barfuss ins Boot steigen. Ich hab die Gummistiefel gewählt, da ich mich etwas erkältet hatte; Lena und Robin sind barfuß gegangen, aber es war wohl ziemlich kalt! Es gab keinen Steg, und so haben uns die Leute von der Pinguintour ins Meer geschoben, was ziemlich anstrengend aussah. Der Führer war ein dicker, enthusiastischer Typ, der unbedingt sicherstellen wollte, dass wir auch auf jeden Fall die Magellan- und die Humboldtpinguine auseinander halten konnten, die dort beide brüteten. Soweit ich das verstanden habe, haben die Magellanpinguine ein schwarzes Kinn, also zwei schwarze Streifen, während die Humboldtpinguine ein weißes Kinn, also nur einen schwarzen Streifen aufweisen. Oder war es umgekehrt? - Egal. An dem Tag wurde es uns jedenfalls eingebläut, und wir haben es brav gerufen, wenn der Führer uns auf die Probe gestellt hat. Die Pinguine waren sehr süß und haben sich etwas mehr bewegt als auf der ersten Tour. Die sehen soooo süß aus, wenn sie watscheln! Sie hüpfen dann ganz viel, und sehen einfach total unbeholfen aus. Ein Junges haben wir auch gesehen, das grau und viel größer war als die alten. Es war echt schön, aber nicht sonderlich lang. Am Ende der Tour haben wir noch ein "regalito" bekommen, nämlich an einem Aussichtspunkt gehalten, wo man Fotos machen konnte. Im Hintergrund ein schöner Strand.
Wieder daheim angekommen haben wir unsere gewaschenen und trockenen Klamotten wiederbekommen. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben versucht PASTA zu finden. War seeehr schwierig, und irgendwann wären wir fast zu dem ersten Pub zurück, das wir gefunden hatten, und wo es zumindest Pizza gab. Dann sind wir aber kurz davor zufällig über eine gut aussehende Kneipe gestolpert, wo "Steinofenpizza" angepriesen wurde. Retro hieß sie, glaub ich. Dort sind wir rein, und ihr könnt euch nicht unsere Begeisterung vorstellen, als wir auf der Speisekarte Spaghetti & Co. entdeckt haben!! Ich hab Spaghetti Bolognese bestellt, Lena Lasagne und Robin eine Pizza. Dazu gab es einen Cocktail, ich hatte Bahama Mama mit Kokos, Grapefruit (glaub ich), Rum und Kokos. Evtl. noch was. War jedenfalls sehr gut. Auch das Essen war sehr lecker. Um uns rum wurde es immer voller, und wir haben sehr gestaunt, wie sich der (zugegeben sehr schlanke) Kellner um die Tische geschlängelt hat, zwischen denen es so gar keinen Zwischenraum zu geben schien. Am Ende haben wir noch einen Cocktail bestellt, Robin einen Hammerdrink, bei dem der Kellner respektvoll mit den Augenbrauen gewackelt hat, Lena und ich einen Frozen Daiquiri. Wir haben ihn aber nicht ganz fertig geschafft, weil wir - cinderellalike - um Mitternacht zurücksein mussten, da wir keinen Schlüssel hatten. Wir waren auch ganz preussisch pünktlich.
Dann sind wir zur Pinguintour gegangen, die am Busbahnhof losging. Wir sind zu einem etwas entfernten Strand gefahren, und dort hat uns ein Jüngling eine Einführung in die Vögel gegeben, die wir dort sehen würden (er hat das wohl zum ersten Mal gemacht, denn die anderen haben danach Beifall geklatscht). Dann konnten wir Gummistiefel anziehen oder barfuss ins Boot steigen. Ich hab die Gummistiefel gewählt, da ich mich etwas erkältet hatte; Lena und Robin sind barfuß gegangen, aber es war wohl ziemlich kalt! Es gab keinen Steg, und so haben uns die Leute von der Pinguintour ins Meer geschoben, was ziemlich anstrengend aussah. Der Führer war ein dicker, enthusiastischer Typ, der unbedingt sicherstellen wollte, dass wir auch auf jeden Fall die Magellan- und die Humboldtpinguine auseinander halten konnten, die dort beide brüteten. Soweit ich das verstanden habe, haben die Magellanpinguine ein schwarzes Kinn, also zwei schwarze Streifen, während die Humboldtpinguine ein weißes Kinn, also nur einen schwarzen Streifen aufweisen. Oder war es umgekehrt? - Egal. An dem Tag wurde es uns jedenfalls eingebläut, und wir haben es brav gerufen, wenn der Führer uns auf die Probe gestellt hat. Die Pinguine waren sehr süß und haben sich etwas mehr bewegt als auf der ersten Tour. Die sehen soooo süß aus, wenn sie watscheln! Sie hüpfen dann ganz viel, und sehen einfach total unbeholfen aus. Ein Junges haben wir auch gesehen, das grau und viel größer war als die alten. Es war echt schön, aber nicht sonderlich lang. Am Ende der Tour haben wir noch ein "regalito" bekommen, nämlich an einem Aussichtspunkt gehalten, wo man Fotos machen konnte. Im Hintergrund ein schöner Strand.
Wieder daheim angekommen haben wir unsere gewaschenen und trockenen Klamotten wiederbekommen. Dann sind wir in die Stadt gegangen und haben versucht PASTA zu finden. War seeehr schwierig, und irgendwann wären wir fast zu dem ersten Pub zurück, das wir gefunden hatten, und wo es zumindest Pizza gab. Dann sind wir aber kurz davor zufällig über eine gut aussehende Kneipe gestolpert, wo "Steinofenpizza" angepriesen wurde. Retro hieß sie, glaub ich. Dort sind wir rein, und ihr könnt euch nicht unsere Begeisterung vorstellen, als wir auf der Speisekarte Spaghetti & Co. entdeckt haben!! Ich hab Spaghetti Bolognese bestellt, Lena Lasagne und Robin eine Pizza. Dazu gab es einen Cocktail, ich hatte Bahama Mama mit Kokos, Grapefruit (glaub ich), Rum und Kokos. Evtl. noch was. War jedenfalls sehr gut. Auch das Essen war sehr lecker. Um uns rum wurde es immer voller, und wir haben sehr gestaunt, wie sich der (zugegeben sehr schlanke) Kellner um die Tische geschlängelt hat, zwischen denen es so gar keinen Zwischenraum zu geben schien. Am Ende haben wir noch einen Cocktail bestellt, Robin einen Hammerdrink, bei dem der Kellner respektvoll mit den Augenbrauen gewackelt hat, Lena und ich einen Frozen Daiquiri. Wir haben ihn aber nicht ganz fertig geschafft, weil wir - cinderellalike - um Mitternacht zurücksein mussten, da wir keinen Schlüssel hatten. Wir waren auch ganz preussisch pünktlich.
Nationalpark Chiloé
Am nächsten Tag war Sonntag, und zu spät ist uns eingefallen, dass wir da ja garnicht bei den Waletouren anrufen konnten, und das vielleicht noch am Tag zuvor hätten erledigen sollen. Wir haben es zwar probiert, aber entweder die Nummern waren falsch, oder es ging keiner ran. Also sind wir erstmal an den Nationalpark gefahren, der am anderen Ende der Insel, bei Cucao lag. Es war aber die Schmalseite der Insel und so hat die Fahrt nur etwa eine, anderthalb Stunden gedauert. Wir wurden direkt vor dem Park abgesetzt und wären fast umsonst reinmarschiert, weil der Parkwächter nicht an seinem Platz saß, aber dann kam er doch noch an. Es hat aber auch so nur ca. 1000 Pesos gekostet. Wir sind gleich zum Informationshäuschen etwas innerhalb gelaufen, aber auch dort war der Wächter nicht da. Wir haben ihn schließlich auf der Rückseite gefunden, und er hat uns jeweils nur kurze Wege empfehlen können (wir hatten Rückfahrkarten für den Bus um sechs). Wir sind also erstmal losmarschiert, zunächst noch auf recht breiten Wanderwegen. Irgendwann kamen wir auf einen Mirador, d.h. einen Aussichtspunkt, und sind hochgestiegen, um die Aussicht zu bewundern. Was wir aber stattdessen vorgefunden haben, waren wildgewordene Insekten: eklige Bremsen auch noch, die speziell auf Lena und mich geflogen sind und sich einfach nicht verjagen lassen wollten! Wir haben ziemlich gekreischt und sind umhergehüpft, und ein paar vorbeiziehende Engländer meinten milde, die würden uns doch nichts tun. Hatten die eine Ahnung!
Es ging weiter durch die Natur, immer noch recht breite Wanderwege, bis wir an einen kleinen Lehrpfad kamen. Das war dann sehr schön und dschungelartig, es ging auf Holzbrücken/-stegen durch feuchten Regendwald, ganz mosig überall und mit vielen glitzernden Spinnennetzen. Irgendwann sind wir auf ein Café mitten im Nationalpark gestoßen, wo man richtigen Kaffee mit Milch und Kuchen bekommen hat. Leider haben sich dort weitere Bremsen auf uns gestürzt und uns so zugesetzt, dass wir einen hysterischen Anfall nach dem anderen bekommen haben. Robin war ziemlich genervt. Die anderen Gäste haben ungerührt ihr Bier getrunken und den Apfelkuchen gegessen und sich nicht um unsere Hysterie-/Lachtränen gekümmert.
Danach sind wir erstmal aus dem Dorf raus und haben in einem Garten neben der Straße Curanto gegessen, den berühmten chilenischen Muschel-Fleischeintopf. Es war sehr ursprünglich dort, und eine Gruppe Chilenen saß bereits an einem Holztisch und hat das Gleiche gegessen. Ein Chilote hat in einem riesigen Kessel gerührt, der da mitten im Garten kochte, und hat uns dann jeweils eine Portion vorgesetzt: ein Teller mit einem großen gelben Netz. Wo sonst aber Orangen oder Zitronen lagen, war das Curanto: viele viele Miesmuscheln, ein paar andere Muscheln, ein Stück Speck, ein Hühnerflügel, eine würzige Wurst und zwei Kartoffelhälften. Das Ganze war sehr würzig und wurde mit einer Tasse Brühe serviert, den ich zunächst für normalen "jugo" hielt und fast getrunken hatte. Zum Glück hab ich noch rechtzeitig die Hitze bemerkt, und die Fettflecken, die drauf schwammen. Es war echt ganz lecker, aber sehr viel Muschel (wenn auch gute, frische, weiche), und hinterher war irgendwie mein Zahnfleisch geschwollen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt auch gegen Muschel allergisch bin, oder ob sich nur ein Stück Muschelschale irgendwo eingeklemmt hatte, aber auf jeden Fall hatte ich da zum ersten Mal genug von Meeresfrüchten.
Eigentlich wollten wir dann noch ein Boot ausleihen und etwas auf dem See rumpaddeln, was man genau gegenüber konnte, aber das Boot war ausgeliehen, also sind wir zurück zum Nationalpark, um an den Strand zu laufen. Das war etwa eine halbe Stunde Wanderung durch ein sandartiges Gebiet, das irgendwie an die Camargue erinnert hat. Das letzte Stück hat durch eine riesige Kuhweide geführt. In den Dünen angekommen, haben wir das Meer vor uns gesehen - und weitere Kühe, die dort umhergestakst sind und Dünengras gefressen haben. Wir selber haben uns auch in eine Düne gelegt, mit Jacken gegen den Wind gepolstert, und gelesen bzw. das Gesicht in die Sonne gelegt. Das war sehr angenehm, die Sonne hat warm gebrannt, und wie eine Sonnenblume bin ich der Sonne gefolgt. Erst später hat das Gesicht angefangen, zu brennen und zu spannen. Oh oh. Gegen fünf sind wir wieder zurück, auf die Straße, wo wir halbherzig überlegt haben, eine Telefonzelle zu finden und es nochmal bei den Walleuten zu probieren. Da hat ein Bus neben uns gehalten, der selbe, mit dem wir morgens gekommen waren, und der Junge, der schon morgens als Türsteher gearbeitet hatte, ist rausgesprungen und hat uns eingeladen, doch jetzt schon einzusteigen, da sie schon vorher loswollten, da es wohl sehr voll werden würde, oder so. Und auf diese Weise würden wir auch nochmal "aprovechar" und das Meer sehen. Wir sind also eingestiegen und eine Station weitergefahren, bis zu einer großen Brücke, der Endstation. Dort war ein Fluss, der ins Meer gemündet ist, und direkt neben der Straße war gerade eine Veranstaltung im Gange. Eine Menge Chiloten standen im Kreis rum, und in der Mitte war einer, der ins Mikrofon gerufen hat. Dann wurde gesungen und alle haben im Rhythmus geklatscht; sogar aus den Autos, die dort abgestellt waren, haben sich auf einmal Händepaare rausgeschoben und mitgeklatscht. Erst als ganz oft von Jesus gesungen wurde, haben wir gemerkt, dass das ein Gottesdienst unter freiem Himmel war. Es war auf jeden Fall ein sehr eingängiges Lied, das wir noch eine Weile weitergesummt haben. Wir sind ein bißchen rumspaziert und auf den grünen Hügel hinter dem Gottesdienst geklettert. Im Fluß haben ein paar Mädchen gebadet. Es war alles ziemlich friedlich, bis wir über den Parkplatz wieder nach vorne geschlendert sind. Da kam uns ein Bus entgegen, und wir sind nur sehr langsam ausgewichen, so dass auch der Bus einen Schlenker gemacht hat. Und plötzlich festsaß. Das Hinterteil steckte einfach so auf einer Erhebung in dem sandigen Boden. Es sah garnicht schlimm aus, und auch nicht so, als sei das sehr fest, aber der steckte wirklich ganz schön fest. Wir hatten ein bißchen ein schlechtes Gewissen - hätten wohl ein bißchen schneller ausweichen sollen! Aber andererseits muss der Fahrer ja selbst wissen, ob er da so weit nach rechts fährt oder nicht. Jedenfalls war das dann eine ganz schöne Aktion. Es kamen eine ganze Menge Chiloten an und haben begutachtet, sind um den Bus herumgelaufen, haben ein bißchen bei den Rädern gebuddelt (wodurch er noch tiefer sank). Schließlich kam ein zweiter, größerer Bus, und die haben versucht, mit einem Strick den anderen Bus abzuschleppen. Es ging garnicht; der größere Bus hat geschwankt und ist fast umgefallen, und hat außerdem tiefe Löcher in den sandigen Boden gerissen. Auch ein Landrover hat es probiert, aber nichts ausrichten können.
Und in diesem spannenden Moment kam unser Bus und wir mußten einsteigen. Ich hoffe, die konnten den noch befreien! In einem unbeobachteten Moment hab ich noch schnell ein Foto von dem gestrandeten Bus machen.
Wieder in Castro angekommen, hatten wir einen riesigen Hunger, und zwar auf Pasta. Tjaaa ... überall wurde frischer Fisch angeboten, und Meeresfrüchte, oder Fleisch. Schließlich sind wir zu dem italienischen Restaurant mit der schlechten Pizza gegangen, in der Hoffnung, dass die Pasta dort besser wäre. Nun ja! Es gab nur selbstgemachte Pasta, was ja an sich mal nicht schlecht ist. Wir haben also bestellt und gewartet und gewartet. Und gewartet. Das Pärchen neben uns, die schon da waren, als wir kamen, hat auch gewartet. Und sah sehr hungrig und unglücklich aus. Als sie nachgefragt haben, hat der Kellner gemeint, achja, aus Versehen sei ihre Pizza an einen anderen Tisch geliefert worden. Aber es gäbe dann wohl einen descuento. Sie wirkten so, als hätten sie lieber die Pizza statt dem descuento, haben aber nochmal Getränke nachbestellt. Als die auch nicht kamen, sind sie irgendwann gegangen. Die Armen! Wir hätten auch gehen sollen, die Pasta war nämlich echt nur so lala. Meine amatriciana (die der Kellner zur spanischen Aussprache verbessert hat!) haben geschmeckt, als sei das rotes Wasser, und das, obwohl ich ganz viel Salz und scharfes Zeug nachgeschüttet hab!
Achja, einen Versuch, bei den Walanbietern anzurufen, haben wir auch noch gemacht. Irgendwann hab ich schließlich jemanden erreicht, aber der hat mich nicht verstanden, weil um mich rum so viel Straßenlärm war, und wir haben kein Drinnen-Telefon gefunden. Schließlich haben wir beschlossen, es zu lassen, und am nächsten Tag nach Ancud weiterzufahren, wo man Pinguine beobachten kann.
Es ging weiter durch die Natur, immer noch recht breite Wanderwege, bis wir an einen kleinen Lehrpfad kamen. Das war dann sehr schön und dschungelartig, es ging auf Holzbrücken/-stegen durch feuchten Regendwald, ganz mosig überall und mit vielen glitzernden Spinnennetzen. Irgendwann sind wir auf ein Café mitten im Nationalpark gestoßen, wo man richtigen Kaffee mit Milch und Kuchen bekommen hat. Leider haben sich dort weitere Bremsen auf uns gestürzt und uns so zugesetzt, dass wir einen hysterischen Anfall nach dem anderen bekommen haben. Robin war ziemlich genervt. Die anderen Gäste haben ungerührt ihr Bier getrunken und den Apfelkuchen gegessen und sich nicht um unsere Hysterie-/Lachtränen gekümmert.
Danach sind wir erstmal aus dem Dorf raus und haben in einem Garten neben der Straße Curanto gegessen, den berühmten chilenischen Muschel-Fleischeintopf. Es war sehr ursprünglich dort, und eine Gruppe Chilenen saß bereits an einem Holztisch und hat das Gleiche gegessen. Ein Chilote hat in einem riesigen Kessel gerührt, der da mitten im Garten kochte, und hat uns dann jeweils eine Portion vorgesetzt: ein Teller mit einem großen gelben Netz. Wo sonst aber Orangen oder Zitronen lagen, war das Curanto: viele viele Miesmuscheln, ein paar andere Muscheln, ein Stück Speck, ein Hühnerflügel, eine würzige Wurst und zwei Kartoffelhälften. Das Ganze war sehr würzig und wurde mit einer Tasse Brühe serviert, den ich zunächst für normalen "jugo" hielt und fast getrunken hatte. Zum Glück hab ich noch rechtzeitig die Hitze bemerkt, und die Fettflecken, die drauf schwammen. Es war echt ganz lecker, aber sehr viel Muschel (wenn auch gute, frische, weiche), und hinterher war irgendwie mein Zahnfleisch geschwollen. Ich weiß nicht, ob ich jetzt auch gegen Muschel allergisch bin, oder ob sich nur ein Stück Muschelschale irgendwo eingeklemmt hatte, aber auf jeden Fall hatte ich da zum ersten Mal genug von Meeresfrüchten.
Eigentlich wollten wir dann noch ein Boot ausleihen und etwas auf dem See rumpaddeln, was man genau gegenüber konnte, aber das Boot war ausgeliehen, also sind wir zurück zum Nationalpark, um an den Strand zu laufen. Das war etwa eine halbe Stunde Wanderung durch ein sandartiges Gebiet, das irgendwie an die Camargue erinnert hat. Das letzte Stück hat durch eine riesige Kuhweide geführt. In den Dünen angekommen, haben wir das Meer vor uns gesehen - und weitere Kühe, die dort umhergestakst sind und Dünengras gefressen haben. Wir selber haben uns auch in eine Düne gelegt, mit Jacken gegen den Wind gepolstert, und gelesen bzw. das Gesicht in die Sonne gelegt. Das war sehr angenehm, die Sonne hat warm gebrannt, und wie eine Sonnenblume bin ich der Sonne gefolgt. Erst später hat das Gesicht angefangen, zu brennen und zu spannen. Oh oh. Gegen fünf sind wir wieder zurück, auf die Straße, wo wir halbherzig überlegt haben, eine Telefonzelle zu finden und es nochmal bei den Walleuten zu probieren. Da hat ein Bus neben uns gehalten, der selbe, mit dem wir morgens gekommen waren, und der Junge, der schon morgens als Türsteher gearbeitet hatte, ist rausgesprungen und hat uns eingeladen, doch jetzt schon einzusteigen, da sie schon vorher loswollten, da es wohl sehr voll werden würde, oder so. Und auf diese Weise würden wir auch nochmal "aprovechar" und das Meer sehen. Wir sind also eingestiegen und eine Station weitergefahren, bis zu einer großen Brücke, der Endstation. Dort war ein Fluss, der ins Meer gemündet ist, und direkt neben der Straße war gerade eine Veranstaltung im Gange. Eine Menge Chiloten standen im Kreis rum, und in der Mitte war einer, der ins Mikrofon gerufen hat. Dann wurde gesungen und alle haben im Rhythmus geklatscht; sogar aus den Autos, die dort abgestellt waren, haben sich auf einmal Händepaare rausgeschoben und mitgeklatscht. Erst als ganz oft von Jesus gesungen wurde, haben wir gemerkt, dass das ein Gottesdienst unter freiem Himmel war. Es war auf jeden Fall ein sehr eingängiges Lied, das wir noch eine Weile weitergesummt haben. Wir sind ein bißchen rumspaziert und auf den grünen Hügel hinter dem Gottesdienst geklettert. Im Fluß haben ein paar Mädchen gebadet. Es war alles ziemlich friedlich, bis wir über den Parkplatz wieder nach vorne geschlendert sind. Da kam uns ein Bus entgegen, und wir sind nur sehr langsam ausgewichen, so dass auch der Bus einen Schlenker gemacht hat. Und plötzlich festsaß. Das Hinterteil steckte einfach so auf einer Erhebung in dem sandigen Boden. Es sah garnicht schlimm aus, und auch nicht so, als sei das sehr fest, aber der steckte wirklich ganz schön fest. Wir hatten ein bißchen ein schlechtes Gewissen - hätten wohl ein bißchen schneller ausweichen sollen! Aber andererseits muss der Fahrer ja selbst wissen, ob er da so weit nach rechts fährt oder nicht. Jedenfalls war das dann eine ganz schöne Aktion. Es kamen eine ganze Menge Chiloten an und haben begutachtet, sind um den Bus herumgelaufen, haben ein bißchen bei den Rädern gebuddelt (wodurch er noch tiefer sank). Schließlich kam ein zweiter, größerer Bus, und die haben versucht, mit einem Strick den anderen Bus abzuschleppen. Es ging garnicht; der größere Bus hat geschwankt und ist fast umgefallen, und hat außerdem tiefe Löcher in den sandigen Boden gerissen. Auch ein Landrover hat es probiert, aber nichts ausrichten können.
Und in diesem spannenden Moment kam unser Bus und wir mußten einsteigen. Ich hoffe, die konnten den noch befreien! In einem unbeobachteten Moment hab ich noch schnell ein Foto von dem gestrandeten Bus machen.
Wieder in Castro angekommen, hatten wir einen riesigen Hunger, und zwar auf Pasta. Tjaaa ... überall wurde frischer Fisch angeboten, und Meeresfrüchte, oder Fleisch. Schließlich sind wir zu dem italienischen Restaurant mit der schlechten Pizza gegangen, in der Hoffnung, dass die Pasta dort besser wäre. Nun ja! Es gab nur selbstgemachte Pasta, was ja an sich mal nicht schlecht ist. Wir haben also bestellt und gewartet und gewartet. Und gewartet. Das Pärchen neben uns, die schon da waren, als wir kamen, hat auch gewartet. Und sah sehr hungrig und unglücklich aus. Als sie nachgefragt haben, hat der Kellner gemeint, achja, aus Versehen sei ihre Pizza an einen anderen Tisch geliefert worden. Aber es gäbe dann wohl einen descuento. Sie wirkten so, als hätten sie lieber die Pizza statt dem descuento, haben aber nochmal Getränke nachbestellt. Als die auch nicht kamen, sind sie irgendwann gegangen. Die Armen! Wir hätten auch gehen sollen, die Pasta war nämlich echt nur so lala. Meine amatriciana (die der Kellner zur spanischen Aussprache verbessert hat!) haben geschmeckt, als sei das rotes Wasser, und das, obwohl ich ganz viel Salz und scharfes Zeug nachgeschüttet hab!
Achja, einen Versuch, bei den Walanbietern anzurufen, haben wir auch noch gemacht. Irgendwann hab ich schließlich jemanden erreicht, aber der hat mich nicht verstanden, weil um mich rum so viel Straßenlärm war, und wir haben kein Drinnen-Telefon gefunden. Schließlich haben wir beschlossen, es zu lassen, und am nächsten Tag nach Ancud weiterzufahren, wo man Pinguine beobachten kann.
Kunst und Kultur in Castro
Jaja, das Volksfest von Chiloé! Gemeinsam mit einem Haufen Castroaner saßen wir in einem kleinen, stickig-heißen Bus, der sich so langsam die Hügel hochgequält hat, dass wir mehrmals versucht waren, auszusteigen und zu laufen. Schließlich kamen wir an, haben mil pesos oder so als Eintritt gezahlt, und sind auf die vielen kleinen Zelte zugestapft, aufgeregt um uns schauend. Es war ziemlich nass und regnerisch, und alle waren gut verpackt in Regenjacken, Mützen, etc. Außer uns waren nur Chiloten da, erst gegen Ende haben wir vereinzelt ein paar ausländisch aussehende Besucher gesehen. Der Eingangsbereich war den "Fresstempeln" gewidmet. Hungrig sind wir alle erstmal abgelaufen, konnten uns aber nicht entscheiden. Irgendwie hatten alle das Gleiche! Schließlich haben wir irgendwo haltgemacht und wollten jeder so einen Teller, wie sie viele um uns gegessen hatten: gegrilltes Schwein und dicke, teigige Fladen. Das Schwein war aber alle, und so haben wir nur drei Portionen Fladen bekommen, in einer Plastiktüte. Wir hatten vorher schon gerätselt, was das war, und unsere Vermutung hat sich bestätigt: eine Art Kartoffelbrei, mit so etwas wie Hackfleich eingerieben. Das Ganze wird um ein riesiges Nudelholz geklatscht, das sich über einem kleinen Feuer dreht. Es ist echt ganz lecker, aber unglaublich fettig, und wir haben vielleicht gerade mal eine Portion geschafft (wollten aber auch nicht so viel essen, da wir noch anderes probieren wollten). Dann ging es weiter zu den Handwerksständen, die um eine große, an einem Hang liegende Wiese verteilt waren. Es gab ganz viele Holz- und Stricksachen, und die meisten Händlerinnen haben in ihren Ständen eifrig weitergestrickt. Handschuhe, Socken, Hausschühe, Mützen, Umhänge, Röcke - alles aus Wolle! Besonders schön fanden wir die Mützen, die wir schon an einigen Besuchern gesehen hatten: Zipfelmützen, aber mit richtig langem Zipfel! Es hat auch nicht lange gedauert, bis Lena und ich beide eine hatten (Robin hat sich gesträubt, könnte aber Lenas Mütze vererbt bekommen, da sie ihr zu groß ist). Außerdem gab es Stricknadeln aus Holz, Lachs- und Ajocreme, viele verschiedene Kräuter, Marmeladen, Liköre, Ohrringe, Täschchen, etc. etc.
In der Mitte der Wiese waren ein paar Gehege aufgebaut, in denen z. B. schon geschorrene Schafe zitterten (Lena und ich waren sehr enttäuscht, wir wollten doch gerne scheren!). Nebendran gab es Apfelmost zu kaufen, und unter großem Gelärme und Gelächter konnte man dort mit großen Knüppeln selbst die Äpfel zerschlagen. Wir waren ganz interessiert und haben sogar dem Kommentator ein Zeichen gemacht, dass wir das auch gerne mal machen würden, aber im letzten Moment haben wir doch die Flucht ergriffen ...
Außerdem gab es ein Gespann riesiger Ochsen, das kreischende Leute auf einem Schlitten einmal um den Platz gezogen hat. Sie waren wirklich unglaublich gigantisch groß, und als ich einem von ihnen vorsichtig den Hals tätscheln wollte und er unwillig den Kopf geschüttelt hat, hab ich einen ganz schönen Satz gemacht! Etwas weiter oben gab es noch weitere Tiere: Schweine, Ziegen, Lamas.
Später haben wir noch etwas Wein getrunken und weitere Spezialitäten probiert: Choripan (würzige kleine Würstchen in etwas Brot) und leckere Spieße.
Insgesamt war es sehr nett, aber nicht soooo überwältigend, wie man uns weismachen wollte. Als wir genug gesehen, gekauft, gegessen und getrunken hatten, sind wir wieder heim, aber diesmal zu Fuß, weil es auf der Hinfahrt so stickig war. Wir haben uns erstmal erschöpft auf unsere Betten geknallt und ferngeschaut, aber später hat sich der Hunger doch noch mal gemeldet. An der Ecke zum Plaza de Armas gab es ein Restaurant, das mit "31 Pizzasorten" und "el arte de hacer pizzas" warb. Das klang doch ganz gut! Nach einer Runde Auslosen mußten Robin und ich die Pizza holen und haben uns geschworen, nie wieder mit der Lena zu losen! Die Pizza kam in großen, vielversprechenden Pappschachteln, aber das war auch das einzig Gute an ihr: nicht gut!
In der Mitte der Wiese waren ein paar Gehege aufgebaut, in denen z. B. schon geschorrene Schafe zitterten (Lena und ich waren sehr enttäuscht, wir wollten doch gerne scheren!). Nebendran gab es Apfelmost zu kaufen, und unter großem Gelärme und Gelächter konnte man dort mit großen Knüppeln selbst die Äpfel zerschlagen. Wir waren ganz interessiert und haben sogar dem Kommentator ein Zeichen gemacht, dass wir das auch gerne mal machen würden, aber im letzten Moment haben wir doch die Flucht ergriffen ...
Außerdem gab es ein Gespann riesiger Ochsen, das kreischende Leute auf einem Schlitten einmal um den Platz gezogen hat. Sie waren wirklich unglaublich gigantisch groß, und als ich einem von ihnen vorsichtig den Hals tätscheln wollte und er unwillig den Kopf geschüttelt hat, hab ich einen ganz schönen Satz gemacht! Etwas weiter oben gab es noch weitere Tiere: Schweine, Ziegen, Lamas.
Später haben wir noch etwas Wein getrunken und weitere Spezialitäten probiert: Choripan (würzige kleine Würstchen in etwas Brot) und leckere Spieße.
Insgesamt war es sehr nett, aber nicht soooo überwältigend, wie man uns weismachen wollte. Als wir genug gesehen, gekauft, gegessen und getrunken hatten, sind wir wieder heim, aber diesmal zu Fuß, weil es auf der Hinfahrt so stickig war. Wir haben uns erstmal erschöpft auf unsere Betten geknallt und ferngeschaut, aber später hat sich der Hunger doch noch mal gemeldet. An der Ecke zum Plaza de Armas gab es ein Restaurant, das mit "31 Pizzasorten" und "el arte de hacer pizzas" warb. Das klang doch ganz gut! Nach einer Runde Auslosen mußten Robin und ich die Pizza holen und haben uns geschworen, nie wieder mit der Lena zu losen! Die Pizza kam in großen, vielversprechenden Pappschachteln, aber das war auch das einzig Gute an ihr: nicht gut!
Y und Z sind hier wieder vertauscht!
Wieder auf deutschem Boden! Gestern Abend bin ich angekommen, nach ca. 48h Stunden unterwegs. Hat aber alles ganz gut geklappt: weil restlos alle Busse aus Puerto Varas gen Santiago voll waren, musste ich einen der wenigen Luxusplätze nehmen, die es überhaupt noch gab. Luxuriös war die Reise dann tatsächlich: der Steward, den wir sechs Luxuriösen dann hatten, war höchst aufmerksam, und hat mich diesmal nicht nach meiner Passnummer gefragt sondern nach einer Notfall-Telefonnummer in Chile, die im Falle des Falles benachrichtigt werden könnte. Hatte ich aber nicht, was auch nichts gemacht hat. Er hat uns richtig umsorgt, erst gab es Kopfhörer, um den Film anzuhören, der gerade lief (irgendwas Komisches; später kam Mr.Bean, aber ich hab gelesen). Gleich darauf kam er mit kleinen Becherchen voll Mineralwasser an, etwas später gab es eingeschweißte dicke (Schlaf-)Socken und dann auch noch eine Schlafbrille. Die Stühle waren auch echt gut; man hatte superviel Platz, und es ließ sich eine echte, platte Liegefläche herstellen, auf die dann noch eine Art Isomatte gelegt wurde. Alles in allem der bequemste Bus meines Lebens.
Wir kamen recht pünktlich in Santiago an (7 Uhr morgens) und ich bin erstmal rumgewandert. Hab auch gleich das von Lena und Robin beschriebene Food-Center mit Internetcafé gefunden, aber es war noch alles zu. Habe mich erstmal auf eine Bank gesetzt und den Streuselkuchen rausgeholt, den ich noch in Puerto Varas geholt hatte. Der hatte eine cremige Füllung und sich mittlerweile ziemlich mit dem Papier der Tüte vermischt, aber was ich noch rauskratzen konnte hat lecker geschmeckt. Irgendwann hat das Internetcafé aufgemacht und ich hab dort erstmal eineinhalb Stunden zugebracht, bevor ich an den Flughafen gefahren bin. Dort kam ich gerade zur rechten Zeit an, es war schon eine kleine Schlange bei Swiss, aber noch nicht viele Leute. Die freundliche Check-In-Frau hat mich besorgt informiert, dass sie mein Gepäck leider nur bis Frankfurt, nicht bis Strasbourg durchchecken konnte, hoho. Perfekt.
Der Swiss-Flug hat mir gut gefallen; ganz schöner Luxus, dass da jeder eine eigene Video-Spielanlage vor sich hat. Ich hab erst etwas Wer-wird-Millionär gespielt und dann einen Film angeguckt (Der Jane Austen-Buchclub oder so). Leider sass neben mir ein dicker kleiner Mann, dessen Hosenladen offen war und der, wenn er nicht fürchterlich geschnarcht hat, Unmengen an Alkohol in sich reingekippt hat. Irgendwann hat er auch noch glückselig eine Anzahl leerer Mini-Alk-Flaschen an sich gepresst, die er wohl vom Steward geschenkt gekriegt hatte. Ein Sammler?
In Sao Paulo hatte ich eigentlich zwei, drei Stunden Aufenthalt, aber davon hat man nicht wirklich was gemerkt. Ich musste nämlich nochmal durch so eine Sicherheitssperre durch, und es ging unendlich lange, weil so viele Leute ausgestiegen waren und ich ganz hinten stand. Um mein Aloe-Vera-Gel hab ich auch nochmal Ängste ausgestanden, das hatte ich nämlich ganz unten im Rucksack noch gefunden. Und dabei hatte ich meine kleinen "Flüssigkeitbehältnisse" wie Niveacreme, Deo, etc. noch ordnungsgemäß in den Beutel getan! Sie haben es aber trotz sorgfältigem Durchleuchten weder in Santiago noch in Sao Paulo gesehen. Naja, aber als ich dann endlich durch war, hatte ich gerade noch Zeit, mir die Zähne auf dem Klo zu putzen, als ich schon den Aufruf nach Frankfurt gehört habe.
Der Lufthansaflug war weniger luxuriös, ich hatte den Bildschirm kaum im Blick, aber dafür (ich saß ganz hinten) war ich ganz alleine in der Dreier-Sitzreihe. Irgendwann hat sich ein kleiner dunkelhaariger Mann behaglich auf den Gangplatz gesetzt und sich auch nicht durch meine tödlichen Blicke abhalten lassen (ich hatte mich schon so über die Bewegungsfreiheit und das jederzeit-aufs-Klo-können gefreut!), aber nach dem Essen hat er sich doch wieder verzogen (er saß eigentlich genau vor mir!). Zum Abendessen gab es verheißungsvoll Pasta mit Gemüse (also genau das, nachdem ich mich die ganze Zeit gesehnt hatte!), aber es war äußerst unlecker. Das Frühstück war eine Rolle Rührei (wirklich komische Form) mit einer Wurst (die ich für eine kleine Kartoffel gehalten hatte) und ein paar Scheiben tatsächlicher Kartoffeln.
In Frankfurt sind wir früh angekommen, und ich bin noch etwas rumgehangen, bis mein Bus nach Strasbourg fuhr. Dort sind wir auch zu früh angekommen, so dass ich recht bald im Zug nach Offenburg saß. Karin war nicht am Bahnhof (klar, ich hatte ihr ja gesagt, wir sollten lieber den späteren Zug ausmachen), aber als ich ihr dann vom Telefon am Ausgang eine SMS schicken wollte, hat sie mir lachend auf die Schulter getippt - doch schon da!
Daheim hab ich erstmal meine Mails abgerufen, was ganz schön lange gedauert hat, da alle der letzten 7 Wochen erstmal auf Outlook geladen wurden, und dann bin ich einkaufen gegangen. Zum Abendessen gab es köstlich-bitteren Endivien-Salat und Spaghetti mit Tomatensoße, hm! Dann hab ich geschlafen wie ein Stein.
Jetzt sitze ich hier und habe endlich mal Zeit (und freies Internet!), um den Blog aufzufüllen, daher tu ich das jetzt. Es folgt also, um das Ganze einigermaßen chronologisch zu halten, das landwirtschaftliche Fest auf Chiloé, das wir am Samstag, den 16. (wenn mich nicht alles täuscht) besucht haben ...
Wir kamen recht pünktlich in Santiago an (7 Uhr morgens) und ich bin erstmal rumgewandert. Hab auch gleich das von Lena und Robin beschriebene Food-Center mit Internetcafé gefunden, aber es war noch alles zu. Habe mich erstmal auf eine Bank gesetzt und den Streuselkuchen rausgeholt, den ich noch in Puerto Varas geholt hatte. Der hatte eine cremige Füllung und sich mittlerweile ziemlich mit dem Papier der Tüte vermischt, aber was ich noch rauskratzen konnte hat lecker geschmeckt. Irgendwann hat das Internetcafé aufgemacht und ich hab dort erstmal eineinhalb Stunden zugebracht, bevor ich an den Flughafen gefahren bin. Dort kam ich gerade zur rechten Zeit an, es war schon eine kleine Schlange bei Swiss, aber noch nicht viele Leute. Die freundliche Check-In-Frau hat mich besorgt informiert, dass sie mein Gepäck leider nur bis Frankfurt, nicht bis Strasbourg durchchecken konnte, hoho. Perfekt.
Der Swiss-Flug hat mir gut gefallen; ganz schöner Luxus, dass da jeder eine eigene Video-Spielanlage vor sich hat. Ich hab erst etwas Wer-wird-Millionär gespielt und dann einen Film angeguckt (Der Jane Austen-Buchclub oder so). Leider sass neben mir ein dicker kleiner Mann, dessen Hosenladen offen war und der, wenn er nicht fürchterlich geschnarcht hat, Unmengen an Alkohol in sich reingekippt hat. Irgendwann hat er auch noch glückselig eine Anzahl leerer Mini-Alk-Flaschen an sich gepresst, die er wohl vom Steward geschenkt gekriegt hatte. Ein Sammler?
In Sao Paulo hatte ich eigentlich zwei, drei Stunden Aufenthalt, aber davon hat man nicht wirklich was gemerkt. Ich musste nämlich nochmal durch so eine Sicherheitssperre durch, und es ging unendlich lange, weil so viele Leute ausgestiegen waren und ich ganz hinten stand. Um mein Aloe-Vera-Gel hab ich auch nochmal Ängste ausgestanden, das hatte ich nämlich ganz unten im Rucksack noch gefunden. Und dabei hatte ich meine kleinen "Flüssigkeitbehältnisse" wie Niveacreme, Deo, etc. noch ordnungsgemäß in den Beutel getan! Sie haben es aber trotz sorgfältigem Durchleuchten weder in Santiago noch in Sao Paulo gesehen. Naja, aber als ich dann endlich durch war, hatte ich gerade noch Zeit, mir die Zähne auf dem Klo zu putzen, als ich schon den Aufruf nach Frankfurt gehört habe.
Der Lufthansaflug war weniger luxuriös, ich hatte den Bildschirm kaum im Blick, aber dafür (ich saß ganz hinten) war ich ganz alleine in der Dreier-Sitzreihe. Irgendwann hat sich ein kleiner dunkelhaariger Mann behaglich auf den Gangplatz gesetzt und sich auch nicht durch meine tödlichen Blicke abhalten lassen (ich hatte mich schon so über die Bewegungsfreiheit und das jederzeit-aufs-Klo-können gefreut!), aber nach dem Essen hat er sich doch wieder verzogen (er saß eigentlich genau vor mir!). Zum Abendessen gab es verheißungsvoll Pasta mit Gemüse (also genau das, nachdem ich mich die ganze Zeit gesehnt hatte!), aber es war äußerst unlecker. Das Frühstück war eine Rolle Rührei (wirklich komische Form) mit einer Wurst (die ich für eine kleine Kartoffel gehalten hatte) und ein paar Scheiben tatsächlicher Kartoffeln.
In Frankfurt sind wir früh angekommen, und ich bin noch etwas rumgehangen, bis mein Bus nach Strasbourg fuhr. Dort sind wir auch zu früh angekommen, so dass ich recht bald im Zug nach Offenburg saß. Karin war nicht am Bahnhof (klar, ich hatte ihr ja gesagt, wir sollten lieber den späteren Zug ausmachen), aber als ich ihr dann vom Telefon am Ausgang eine SMS schicken wollte, hat sie mir lachend auf die Schulter getippt - doch schon da!
Daheim hab ich erstmal meine Mails abgerufen, was ganz schön lange gedauert hat, da alle der letzten 7 Wochen erstmal auf Outlook geladen wurden, und dann bin ich einkaufen gegangen. Zum Abendessen gab es köstlich-bitteren Endivien-Salat und Spaghetti mit Tomatensoße, hm! Dann hab ich geschlafen wie ein Stein.
Jetzt sitze ich hier und habe endlich mal Zeit (und freies Internet!), um den Blog aufzufüllen, daher tu ich das jetzt. Es folgt also, um das Ganze einigermaßen chronologisch zu halten, das landwirtschaftliche Fest auf Chiloé, das wir am Samstag, den 16. (wenn mich nicht alles täuscht) besucht haben ...
Sonntag, 24. Februar 2008
Buhuuu
Liebe Freunde,
der Abschied draeut. Es ist der letzte Abend. Wir haben zwar morgen nochmal den ganzen Tag vor uns, weil ich erst den Nachtbus nehmen muss, aber trotzdem ... - kaltes Deutschland ... Arbeitssuche ... kalte Realitaet ... - versprecht ihr mir einen warmen Empfang?
Mittwoch irgendwann bin ich wieder in deutschen Landen und werde dann den Blog auffuellen mit den ganzen Abenteuern, die wir gehabt haben ... abseilen von 40 Meter Hoehe ... auf einem Gummifloss ueber wild bewegten Fluss ... fischige und fleischige Menues ... riesige Alercen ... etc. etcf.
der Abschied draeut. Es ist der letzte Abend. Wir haben zwar morgen nochmal den ganzen Tag vor uns, weil ich erst den Nachtbus nehmen muss, aber trotzdem ... - kaltes Deutschland ... Arbeitssuche ... kalte Realitaet ... - versprecht ihr mir einen warmen Empfang?
Mittwoch irgendwann bin ich wieder in deutschen Landen und werde dann den Blog auffuellen mit den ganzen Abenteuern, die wir gehabt haben ... abseilen von 40 Meter Hoehe ... auf einem Gummifloss ueber wild bewegten Fluss ... fischige und fleischige Menues ... riesige Alercen ... etc. etcf.
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